Auf sportliche Herausforderungen konzentrieren

SV Alemannia Nackenheim zieht Protest gegen die Wertung des Kampfes zurück.

Nackenheim. Der SV Alemannia Nackenheim wird gegenüber dem DRB seinen Protest gegen die Wertung des Kampfes am 18. November 2017 zurückziehen. Nachdem der Gegner des Nackenheimer Olympiadritten und Vizeweltmeister Denis Kudla nur wenigen Sekunden nach Kampfbeginn und ohne unmittelbar erkennbaren Grund verletzungsbedingt aufgegeben hat, hatte der SV Alemannia Nackenheim gegen die Wertung einen Protest eingelegt. Hintergrund ist, dass die Regularien alle Mannschaften verpflichten, mindestens sechs deutsche und vollständig gesunde Ringer aufzubieten. Diese Regelung würde man unterlaufen, wenn eine Mannschaft diese Quote nur durch das Aufbieten eines nicht kampffähigen Athleten erfüllen würde. Der SV Alemannia Nackenheim hatte ein solches Unterlaufen der Regularien in der Aufstellung des ASV Mainz 88 gesehen und infolgedessen Protest gegen die Wertung eingelegt.

Am Dienstag erklärte nun der SV Alemannia Nackenheim, dass man den Protest zurückziehen werde. Zwar sehe man weiterhin die Aufstellung des konkreten Athleten gegen Kudla sehr kritisch und die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Protest sehr hoch, letztlich wolle man aber eine Diskussion in der Öffentlichkeit vermeiden, die dem Ringsport in der Region insgesamt nicht nutzen würde. Vielmehr wolle sich der SVA auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren, die in den nächsten Wochen anstehen. Mit dem Einzug in das Achtelfinale sei immerhin der größte Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt worden. Das Achtelfinale findet am 02. und 09. Dezember 2017 statt.

Wir freuen uns über den großartigen Zuspruch, den der Ringsport in der Region hat und auch durch die einzigartige Atmosphäre in der Nackenheimer Halle noch einmal stark zugenommen hat. Jede Woche finden sich mehr Zuschauer ein, die das Besondere eines Ringkampfes erleben möchten. Durch unsere Saison betreiben wir aktiv Werbung für diesen traditionellen Sport und wir wollen nicht durch semijuristische Diskussionen davon ablenken.

2017-11-21T18:31:53+00:0021.11.2017 18:31|0 Kommentare