Erhobenen Hauptes von der Matte gegangen

Vier von zehn Kämpfen gewonnen: Alemannia Nackenheim schlägt sich mit der 12:19- Niederlage bei den top besetzten Red Devils Heilbronn sehr achtbar.

Theoretisch bis zum letzten Kampf hielten die Ringer des SV Alemannia Nackenheim die Begegnung bei den Red Devils Heilbronn offen. Erst als Danilo Bauer – wie vorherzusehen – gegen Oleg Motsalin technisch überhöht verlor, war die Niederlage beim Bundesliga-Tabellenführer besiegelt, fiel mit 12:19 aber knapper als befürchtet. „Meine Jungs haben sich prima verkauft“, sagte Trainer Cengiz Cakici. „Klar, wir können uns dafür nichts kaufen. Aber wir fahren erhobenen Hauptes nach Hause.“

Die Gastgeber hatten mit Ausnahme des dreimaligen Weltmeisters Frank Stäbler alles aufgefahren, was der Kader hergab. Nach den beiden Niederlagen gegen den KSV Witten waren sie gewarnt, ihren ersten Platz in der Nordweststaffel wollten sie auf keinen Fall in Gefahr bringen. Dennoch gewannen die Alemannen vier der zehn Kämpfe. Cakici wollte nicht lange nachkarten und sich über fehlendes Glück beklagen. Gleichwohl wäre für seine Mannschaft bei optimalem Verlauf sogar noch mehr drin gewesen. „Hier noch ein Pünktchen, dort noch eins – dann sieht es gleich ganz anders aus“, räumte er ein.

Zwei Schultersiege waren möglich

In zwei Duellen bot sich den […]

2018-12-11T18:15:19+00:0011.12.2018 18:15|0 Kommentare

Gut gebastelt

Den Gegner perfekt gescoutet und bei der Aufstellung die richtigen Entscheidungen getroffen: Auf dieser Grundlage feierte Ringen- Bundesligist Alemannia Nackenheim am Samstagabend den zweiten Heimsieg hintereinander. Gegen den TV Aachen-Walheim setzten sich Cengiz Cakicis Athleten mit 22:12 durch. „Aachen ist eine unbequeme Mannschaft“, sagte der Trainer hinterher. „Aber mit unseren tollen Fans im Rücken hat das prima geklappt.“

Schon in den vorangegangenen Begegnungen hatten die Aachener das Greco- Fliegengewicht nicht adäquat besetzen können, Dennis Schmitz gab die Punkte wegen Übergewichts jeweils kampflos ab. Insofern hätte es wenig Sinn ergeben, Eldaniz Azizli aus Aserbeidschan einfliegen zu lassen. Statt seiner besetzten die Nackenheimer die Position eines Nicht-EU-Ausländers mit Roman Asharin, der im 71-Kilo-Limit des Freistils mit einem technisch überlegenen Punktsieg die erhofften vier Punkte holte.

In der untersten Gewichtsklasse hätte Burak Demir antreten können. Doch ihm traute Cakici auch im Federgewicht etwas zu. Dass das nicht klappte – Demir verlor auf Schultern – spielte im Nachhinein keine Rolle. Im Fliegengewicht hingegen musste Dean Oehrlein leiden und für seinen kampflosen Sieg fünfeinhalb Kilo abtrainieren. „Er hat es eisern gemacht“, lobte der Trainer. „Das finde ich schon klasse.“

Ferdinand rettet knappen Vorsprung

Auch zwei weitere […]

2018-11-30T14:07:10+00:0030.11.2018 14:01|0 Kommentare

Die Summe vieler kleiner Erfolgserlebnisse

Erster Sieg nach zwei Monaten: Ringen-Bundesligist Alemannia Nackenheim bezwingt den RV Lübtheen mit 18:12.

Fast zwei Monate hatten die Ringer des SV Alemannia Nackenheim auf ihren dritten Saisonsieg in der Bundesliga warten müssen. Gegen den RV Lübtheen setzten sie dieser Serie mit einem 18:12 ein Ende und verschafften sich drei Punkte Vorsprung auf die beiden letzten Plätze in der Nordweststaffel. „Wichtig war, dass wir vor heimischem Publikum gewonnen haben“, sagte Cengiz Cakici. „Alle Leute sind mit einem Lächeln nach Hause gegangen.“

Zu 80 Prozent sei er von einem Erfolg überzeugt gewesen, als er die Aufstellung gesehen habe, gab der SVA-Trainer an. „Die Schlüsselkämpfe im Greco-Leicht- und -Weltergewicht haben wir zu unseren Gunsten entschieden. Dann gewinnst du eine solchen Begegnung.“

Aber nicht nur die Siege von Ruslan Kudrynets und Tamas Levai gaben den Ausschlag. Es waren viele kleine Bausteine, die den Nackenheimer Sieg ermöglichten. Dabei waren es – wie so häufig bei Mannschaftskämpfen – auch und gerade die unterlegenen Alemannen, die den Erfolg ermöglichten.

Burak Demir hält sich ans Defensivkonzept

Burak Demir zum Beispiel lieferte trotz seiner erst 16 Jahre dem erfahrenen Mitko Asenov ein taktisch kluges, diszipliniertes Duell im Freistil- Federgewicht. Demir war nicht […]

2018-11-30T14:08:42+00:0026.11.2018 17:02|0 Kommentare

Die Blicke wechseln die Richtung

Nach dem 15:19 beim RC Düren-Merken schielt Alemannia Nackenheim nicht mehr auf die Play-offs der Ringen-Bundesliga. Stattdessen geht es jetzt gegen den Abstieg.

Jetzt wird es eng für die Ringer des SV Alemannia Nackenheim. Nach der 15:19-Niederlage beim RC Düren-Merken, ihrem unteren Tabellennachbarn, und dem gleichzeitigen Heimsieg von Schlusslicht RV Lübtheen gegen den TV Aachen-Walheim haben sie nur noch einen Punkt Vorsprung auf die beiden letzten Mannschaften in der Bundesliga-Nordweststaffel. Dem Heimkampf am nächsten Samstag gegen Lübtheen kommt dann schon Endspielcharakter zu. „Die ganze Zeit haben wir nach oben geschielt“, sagte Trainer Cengiz Cakici. „Wir sind aber clever genug, jetzt auch nach unten zu schauen.“

Da Tamas Levai am Dienstag in Bukarest bei der U23-Weltmeisterschaft auf die Matte geht, brach den Nackenheimern ein weiterer Leistungsträger weg, und diesen zusätzlichen Ausfall konnten sie nicht kompensieren. „Mehr war nicht drin“, sagte Cakici. „Das muss man so klar sagen. Wenn Tamas dabei ist, gewinnen wir. Aber es ist eben so, wie es ist.“

Schmidhubers Schulterniederlage kam unerwartet

Eine Möglichkeit gab es aber schon, der Begegnung einen anderen Ausgang zu geben. Nach sechs Kämpfen führten die Gäste mit 15:4 geführt, drei klare Niederlagen mussten sie noch […]

2018-11-17T10:53:05+00:0012.11.2018 17:47|0 Kommentare

88er gewinnen auch das vierte Derby

Fast alle Klassen optimal besetzt: Zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde entscheidet der ASV Mainz die Begegnung bei Alemannia Nackenheim souverän mit 19:10 für sich.

Als Tamas Levai nach etwas mehr als zwei Minuten die Faust emporreckte, schien es doch noch einmal spannend zu werden. Levai hatte Dzhan Bekir, der stilartfremd im 80 Kilo-Limit des Greco antrat, technisch überlegen bezwungen und damit den SV Alemannia Nackenheim vor den beiden abschließenden Kämpfen des Derbys gegen den ASV Mainz 88 auf 10:13 herangebracht.

Doch bereits das nächste Duell sorgte für die Entscheidung. Der 88er Ruhullah Gürler gewann 2:0 gegen Dario Schmidhuber, und die Gäste lagen damit im Sportzentrum Laubenheimer Ried uneinholbar in Führung. Die bauten sie noch auf 19:10 aus, weil Tim Müller zum Abschluss erwartungsgemäß den Nackenheimer Danilo Bauer wie in der Hinrunde technisch überhöht schlug. Die 88er hatten auch das vierte Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen für sich entschieden.

„Wir haben klar und souverän gewonnen“, bilanzierte Cheftrainer Davyd Bichinashvili. „Großes Lob an die Mannschaft.“ Da zur gleichen Zeit die Red Devils Heilbronn dem KSV Witten mit 13:15 unterlagen, eroberten sie auch die Tabellenführung in der Nordweststaffel zurück.

Cakici muss auf Kulynycz verzichten

Schon als die Kontrahenten […]

2018-11-12T17:38:46+00:0012.11.2018 17:38|0 Kommentare

Dean Öhrlein widmet seinen ersten Bundesliga-Schultersieg dem Opa

Freude über ein Remis gegen Witten, Trauer um verpasste Chancen

Tamas Levai gewinnt nach einem absoluten Weltklassekampf die Begegnung gegen den rumänischen Meister Ilie Cojocari und reckt die Faust gen Himmel. Anschließend lässt er sich zu Recht vom Publikum feiern – doch ein Blick in die Trainerecke zeigt getrübte Freude. Die Begegnung gegen Witten endet mit 14:14. Der Einzug in die Endrunde der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft ist damit nahezu unerreichbar geworden.

Selbstverständlich freute sich das Trainergespann Cengiz Cakici und Ahmet Demir von Herzen über die grandiose Leistung von Levai, gleichzeitig realisierten sie, dass die Mannschaft Punkte hatte liegen lassen. Um sich noch eine reelle Chance auf die Play-offs zu wahren, musste ein Sieg her. Ein Unentschieden wird in der Endabrechnung wahrscheinlich nicht reichen. Und so kam es, dass ein spannender Kampfabend mit einem Wermutstropfen endete.

Nicht weniger grandios hingegen war die Leistung des jungen Nachwuchstalentes Dean Öhrlein. Konzentriert und ohne ein Spur Nervosität ging er auf die Matte, um schon in der ersten Minute seinen Gegner Tugkagan Öztürk an den Rand einer Schulterniederlage zu bringen. Das gelang allerdings erst im zweiten Anlauf und als Schiedsrichter Andre Schedler, der im Übrigen eine tadellose Leistung zeigte, abpfiff, ließ Öhrlein […]

2018-10-27T09:53:14+00:0027.10.2018 09:53|0 Kommentare

Der Oma um den Hals gefallen

Der Nackenheimer Nachwuchsringer Dean Oehrlein feiert gegen den KSV Witten seinen ersten Bundesligasieg. Und das auf Schultern. Als Mattenleiter André Schedler zum Zeichen des Schultersiegs abklopfte, sprang Dean Oehrlein auf und rannte quer über die Matte. Sein Weg führte ihn nicht in die eigene Ecke und in die Arme seines Trainers, sondern zu den Zuschauersitzen auf der entgegengesetzten Seite. Über die Leute in der ersten Reihe hinweg, die hastig Platz machen mussten, fiel der 16-Jährige seiner Großmutter um den Hals.

Oehrlein hatte soeben in der Begegnung des SV Alemannia Nackenheim mit dem KSV Witten gegen den ein Jahr älteren Tugkagan Öztürk seinen ersten Bundesligasieg errungen. Und das gleich auf Schultern.

Der Erfolg war überfällig, nachdem er schon zweimal ganz knapp vor einem ähnlichen Ergebnis gestanden hatte. In Lübtheen war es ihm gelungen, Nikolai Mohammadi in die gefährliche Lage zu bringen, wegen blutender Wunden nach einem Zusammenstoß mit den Köpfen musste der Mattenleiter den Kampf jedoch unterbrechen. Oehrlein war um seine Chance gebracht. In Kleinostheim brachte er Jason Markgraf mit einem Kopfhüftzug zu Boden, doch seine Kraft reichte nicht aus, um dessen Brücke einstürzen zu lassen.

Klassische Schleuder

Die […]

2018-10-24T19:47:00+00:0024.10.2018 19:28|0 Kommentare

Der Älteste im Kindergarten

Koray Cakici ist einer der Nachwuchsringer des ASV Alemannia Nackenheim, die im Bundesliga-Dauereinsatz sind. Gegen den KSV Witten muss am Samstag sowohl für den Trainersohn als auch für die gesamte Mannschaft alles passen, um die Hinrunde mit einem Erfolg zu beenden.

Der SV Alemannia Nackenheim hat den Einzug in die Play-offs noch nicht abgeschrieben. Deswegen verzichtet der Ringen-Bundesligist auch nicht auf die Austragung des Nachholkampfes von Ahmed Dudarov beim SC Kleinostheim. Die zehn Punkte Differenz der 8:18-Niederlage in Unterfranken kann Dudarov zwar nicht wettmachen, wenn er am 30. Oktober auf Kevin Schwäbe trifft, aber der SVA baut vor: Sind zwei Mannschaften am Ende punktgleich, entscheidet der direkte Vergleich. Dudarov soll also den Rückstand verkürzen, damit die Nackenheimer diesen Konkurrenten mit einem hohen Rückrundensieg ausstechen können.

Doch zunächst müssen die Alemannen die letzte Hinrundenbegegnung für sich entscheiden, um die Hypothek, die sie jetzt schon mit sich rumschleppen, nicht weiter anwachsen zu lassen. Am Samstag erwarten sie den KSV Witten (Beginn: 19.30 Uhr). „Witten hat auch eine starke Mannschaft, aber sie ist schlagbar“, sagt Trainer Cengiz Cakici. „Wir werden alles daransetzen, dass wir das hinbekommen. Das müssen wir auch.“

Die […]

2018-10-24T20:00:12+00:0024.10.2018 18:51|0 Kommentare

Am Ende gab’s noch ein Bonbon

Das Beste hatten sich die Ringer des SV Alemannia Nackenheim für den Schluss aufgehoben: Tamas Levai schulterte im abschließenden Kampf der Bundesligabegegnung gegen die Red Devils Heilbronn Fabian Fritz und entfesselte noch einmal einen Begeisterungssturm in der Ringerhalle.

Allzu oft hatten die Alemannen-Fans an diesem Nachmittag allerdings keinen Anlass für Jubel gehabt. Levais Sieg war erst der dritte der Gastgeber, schon vorher stand die Niederlage seiner Mannschaft gegen einen der Ligafavoriten fest. Der Ungar konnte nur noch auf 9:22 verkürzen.

Vermutlich wird das Endergebnis mit dem Nachholkampf im Freistil- Halbschwergewicht noch etwas freundlicher ausfallen. Da der Alemanne Ahmed Dudarov auf einem Nationalmannschaftslehrgang weilte, musste sein Duell gegen Stefan Kehrer verschoben werden. Angesichts des deutlichen Vorsprungs werden die Heilbronner vermutlich auf die Austragung verzichten, die Begegnung würde dann 13:22 gewertet.

Azizli fehlt wegen WM-Vorbereitung

Die Chancen der Nackenheimer standen von Beginn an schlecht. Sie mussten auf Eldaniz Azizli verzichten, der sich in seiner aserbeidschanischen Heimat auf die Weltmeisterschaft vorbereitet – für ausländische Athleten aber gilt die Nachholkampf-Regelung nicht. Azizli war nicht der Erste, der den Nackenheimern wegen der WM-Vorbereitung ausfiel; auch Levai musste deshalb am […]

2018-10-24T20:11:07+00:0024.10.2018 18:40|0 Kommentare

Nicht gut gelaufen

Die knappen Kämpfe gehen an den Gegner: Alemannia Nackenheim verliert den Bundesligakampf beim TV Aachen-Walheim mit 8:20.
Herber Dämpfer für die Play-off-Pläne des SV Alemannia Nackenheim: Die Rheinhessen verloren ihre Bundesligabegegnung beim TV Aachen-Walheim deutlich mit 8:20. „Es ist alles nicht so gut gelaufen“, konstatierte Trainer Cengiz Cakici. „Wir wurden unter Wert geschlagen.“

Größtes Problem der Gäste war Tamas Levais Ausfall. Der Ungar musste an einem Nationalmannschaftslehrgang zur Vorbereitung auf die U-23-Weltmeisterschaften im Dezember teilnehmen. „Ohne Tamas hätte schon etwas Außergewöhnliches passieren müssen, damit wir nicht verlieren“, sagte Cakici. Doch selbst wenn Levai in Aachen angetreten und wie üblich mit vier Punkten von der Matte gegangen wäre, hätte es nicht zu einem Nackenheimer Sieg gereicht.

„Wir haben ein paar knappe Kämpfe abgegeben, die wir für uns einkalkuliert hatten“, räumte der Trainer ein. „Es ging schon nicht gut los.“ Er bezog sich dabei weniger auf die Niederlage von Burak Demir im Freistil-Fliegengewicht; der 16-Jährige kämpfte wieder einmal bravourös und gab nur zwei Punkte ab. Robin Ferdinands Niederlage im Greco-Schwergewicht jedoch passte nicht ins Konzept.

Ferdinand geschieht, was Cakici befürchtete

Cakici hatte seinen Schützling davor gewarnt, dass Kasim Aras, der auch […]

2018-10-24T20:21:31+00:0024.10.2018 18:28|0 Kommentare