Home2018-08-30T21:25:14+00:00

Knapper durfte es nicht werden

Fünf Punkte Vorsprung nach neun Duellen: Die Nackenheimer Ringer verzichten beim RV Lübtheen auf einen möglichen Nachholkampf und gewinnen 17:16.

Tamas Levai ersparte seinem Mannschaftskollegen Ahmed Dudarov eine einsame Fahrt nach Mecklenburg, die eine geraume Zeit drohte. Im abschließenden Kampf der Bundesligabegegnung beim RV Lübtheen lag der Ringer des SV Alemannia Nackenheim gegen Frederik Bjerrehuus nach der ersten Runde 0:5 zurück.

Wäre es dabei geblieben, hätten die Gastgeber nach neun ausgetragenen Duellen mit 14:13 geführt, und Dudarov, der bei einem Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft in Russland weilte, hätte die Reisestrapazen auf sich nehmen müssen, um seinem Team in einem Nachholkampf doch noch den Sieg zu retten. Das erledigte sich in dem Moment, in dem Levai seinen Kontrahenten schulterte, die Führung auf 17:12 ausbaute und damit alle Eventualitäten beseitigte. Guten Gewissens konnten die Nackenheimer direkt im Anschluss dem Kampfrichter mitteilen, dass sie auf den Nachholkampf verzichten – damit standen sie als 17:16- Sieger fest.

„Ich wusste, dass es knapp werden würde“, resümierte Abteilungsleiter Ralf Wagner den Abend. „Die Lübtheener sind heimstark, die haben schon eine guteMannschaft auf die Matte gebracht.“ Seine beiden Auswärtskämpfe hatte der RVjeweils klar verloren, doch das Team, das die Nackenheimer empfing, war deutlich besser besetzt als das der Vorwochen. Das lautstarke Publikum leistete zudem akustische Schützenhilfe.

Zu hohe Hürde für Bekir Demir

Welt- und Europameisterschaftsteilnehmer Lennard Wickel gab im 80-Kilo-Limit des Freistils ebenso sein Saisondebüt für die Gastgeber wie Bjerrehuus im Greco-Weltergewicht. Wickel war für Bekir Demir eine Nummer zu groß. „Lennard ist ein Spitzenmann“, erläuterte Wagner. „Er hat schon etliche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften geholt. Die Hürde konnte Bekir nicht nehmen.“ Nachweniger als zwei Minuten stand die technisch überhöhte Niederlage des 18-jährigen Nackenheimers fest.

Auch Bjerrehuus ist eine Hausnummer; der 28 Jahre alte Däne hat zahlreiche Podestplätze bei großen internationalen Turnieren errungen und belegte bei den diesjährigen Europameisterschaften den fünften Rang. Mit Levai lieferte er sich einen hochklassigen, aktionsreichen Kampf.

Nach einer Passivitätsermahnung musste der neun Jahre jüngere Ungar in die Bodenlage, Bjerrehuus hob ihn an, Levais Konterversuch kam um Sekundenbruchteile zu spät – er flog auf die Matte und lag 0:5 hinten. „Das war erst einmal ein Schock“, sagte Wagner. „Aber Tamas behält immer die Ruhe. Daszeichnet einen Spitzenmann aus, dass er einen Rückstand aufholen kann.“

Neuzugang Asharin erfolgreich

Levai beschäftigte seinen Gegner und setzte ihn permanent unter Druck. „Wenn duso bearbeitet wirst, brichst du irgendwann ein“, verdeutlichte der SVA- Abteilungsleiter. Der Ungar hatte schon auf 3:5 verkürzt, als ihm nach viereinhalb Minuten die entscheidende Aktion gelang: Er drehte Bjerrehuus am Boden undfixierte ihn auf den Schultern. „Es macht großen Spaß, Tamas zuzuschauen“, sagte Wagner. „Mit seinen 19 Jahren ist er sogar noch ausbaufähig.“

Auch die Nackenheimer schickten einen neuen Mann auf die Matte. Levais gleichaltriger Landsmann Roman Asharin gab im Freistil-Leichtgewicht sein Bundesligadebüt. Wagner hatte zahlreiche Videos des Neuzugangs gesehen und ihn im Training beobachtet. In Lübtheen erlebte er ihn zum ersten Mal live im Einsatz. Asharin ging gegen den ehemaligen Deutschen Meister Emanuel Krause in der ersten Runde 2:0 in Führung und baute diese nach der Pause auf 6:0 aus.

In der Schlussminute musste er zwar eine Zweierwertung zulassen, was aber nichtsdaran änderte, dass Asharin zwei Mannschaftspunkte einsackte. „Roman erfüllt unsere Erwartungen absolut“, sagte Wagner. „Er hat zwar nicht hoch, abersouverän gewonnen. Er ist sehr talentiert.“

Kudrynets sorgt für einen Höhepunkt

Ein Höhepunkt des Abends war das Duell in der 71-Kilo-Klasse des Greco zwischen dem Nackenheimer Ruslan Kudrynets und Andrej Ginc, dem frischgebackenen Junioren-Europameister. Mit 9:0 fegte Kudrynets seinen Kontrahenten von der Matte. Anreißer, Durchdreher, Ausheber – der Alemannezeigte sein volles Repertoire. „Das war absolut top“, schwärmte Wagner. „Hut ab, Ruslan wird von Kampf zu Kampf stärker.“

Nicht nur Levai, auch Robin Ferdinand und Arkadiusz Kulynycz fuhren dasmaximale Ergebnis ein. „Robin ist die Zuverlässigkeit in Person“, lobte Wagner. „Er war zu jeder Zeit Chef auf der Matte.“ Ferdinand sei in blendender Verfassungund in dieser Form nur schwer zu bezwingen. Kulynycz traf zwar auf keinen Spitzenmann, doch wie der Pole die Greco-Stilart interpretiert, ist eineAugenweide. „Das macht Spaß“, sagte der Abteilungsleiter. „Das war Werbung für das Ringen.“

Oehrlein kurz vor der Sensation

Dean Oehrlein verlor im Greco-Federgewicht zwar technisch überhöht, hätte aber um ein Haar seinen Gegner geschultert. Bei der Aktion, mit der er Nikolai Mohammadi zu Boden brachte, rasselten die Kontrahenten mit den Köpfen zusammen und zogen sich Platzwunden zu. Der Lübtheener war in der gefährlichen Lage, doch der Mattenleiter musste den Kampf unterbrechen, um die Wunden versorgen zu lassen.

Noch einmal bot sich Oehrlein eine solche Chance nicht. „Schade“, sagte Wagner, „Dean stand kurz vor einer kleinen Sensation. Ich hätte mich für den Jungengefreut.“

Burak Demir und Danilo Bauer hielten ihre Niederlagen in Grenzen und trugen damit ihren Teil zum Mannschaftssieg bei. Mit 4:2 Punkten liegen die Nackenheimer als Tabellenvierter gleichauf mit dem zweitplatzierten SC Kleinostheim und dem TV Aachen-Walheim und behalten den Play-off-Einzug im Blick.

By |26.09.2018 19:22|Bundesliga, Ringen|0 Comments

Die Alemannen Ringer gestalteten ihr Heimkampf-Debüt

Die Alemannen Ringer gestalteten ihr Heimkampf-Debüt in der neuen Saison gegen den RC CWS Düren Merken nach Maß: Sie lieferten dem heimischen Publikum spannende und mitreißende Kämpfe und krönten den Abend mit einem hervorragenden 18: 13 Sieg. Trainer Cengiz Cakici war mit seinen Jungs nicht nur zufrieden, er war schlichtweg begeistert.

„Guter Kampf, gute Stimmung, verdient gewonnen“ – Cakici brauchte lediglich sechs Worte, um einen Wettkampftag mit puren Emotionen zu beschreiben.  Für ihn haben alle Athleten ihr Bestes gegeben, doch einen beurteilte er als das Zünglein an der Waage und somit zum Match-Winner: Robin Ferdinand hatte zuvor in seinem ersten Kampf im Greco-Schwergewicht den international erfahrenen Adam Varga mit 5:2 Punkten besiegt und den Grundstein gelegt, dass der Heimsieg letztlich gelang.

Dabei wehrten sich die Gäste aus Nordrhein-Westfalen nach Kräften: Sie hatten nahezu ihr Punktekonto (seit dieser Saison werden jedem Ringer je nach Erfolg oder Nationalität Punkte zugeordnet, eine Mannschaft darf höchstens 28 Punkte für einen Kampf einbringen) ausgeschöpft und stellten eine international erfahrene Mannschaft: Bereits der erste Kampf war so eine Art Schlüsselkampf: Für die Alemannen ging der 16-Jährige Burak Demir auf die Matte, ihm gegenüber stand der doppelt so alte und ebenso erfahrene Fatos Durmishi, der im vergangenen Jahr Sieger der Nordischen Meisterschaften war. Demir ließ sich jedoch weder von Alter noch Erfahrung beeindrucken. Unbekümmert rang das junge Nachwuchstalent und nahm Durmishi die Hoffnung auf einen schnellen Sieg. Im Gegenteil: Demir gelang es zu Beginn der zweiten Runde, den ohnehin geringen Rückstand auf 1:2 zu verkürzen. Die Zuschauer unterstützten ihn nach Kräften. Dann kam die entscheidende Schrecksekunde: Einen Moment passte Demir nicht auf. Eine Unachtsamkeit, die Durmishi sofort für sich nutzte und sich zunächst eine Vierer-Wertung holte. Um dann den Vorsprung mit zwei weiteren Zweier-Wertungen auszubauen. Doch Demir verschwendete keinen Gedanken daran sich aufzugeben. Stattdessen kämpfte er couragiert weiter und startete einen eigenen Angriff, der zunächst misslang. Aber er setzte nach, arbeitete sich heran und trotzte seinem Gegner zwei Punkte ab. Klasse Leistung, denn so fuhr Durmishi lediglich zwei Zähler in der Mannschaftswertung ein.

Nun kam aus Sicht des Trainergespanns Cakici und Ahmed Demir der entscheidende Kampf des Abends: Im Schwergewicht musste Robin Ferdinand gegen Adam Varga im griechisch-römischen Stil antreten. Das konnte gutgehen, musste aber nicht. Ferdinand ließ von der ersten Sekunde an nichts anbrennen. Konzentriert und entschlossen einen Sieg mitzunehmen stand er Varga gegenüber. Das sah auch der Schiedsrichter Lars Günthner und gab Varga die erste Passivitätsverwarnung. In der angeordneten Bodenlage erkämpfte sich Ferdinand zwei weitere Zähler. Allerdings musste Ferdinand danach in die Bodenlage: Varga gelang es in einer kraftzehrenden Aktion fast, Ferdinand durchzudrehen. Aber eben nur fast: Denn Ferdinand konterte und holte sich zwei weitere Punkte, anstatt sie abzugeben. Das feierte das Publikum und trieb den mehrfachen Deutschen Meister mit lauten Anfeuerungen durch den Rest der Zeit. Nach sechs Minuten stand es 5:2 für den Westerwälder, der seit kurzem in Laubenheim lebt. Cakici war schier aus dem Häuschen und sprang seinem Ziehsohn begeistert zum Gratulieren in die Arme.

Für Begeisterung sorgte ein weiterer Publikumsliebling vom vergangenen Jahr:  War er am vergangenen Samstag noch für das polnische Nationalteam im Einsatz, so brannte Arkadiusz Kulynycz an diesem Wettkampfabend darauf, erneut seine Klasse zu zeigen. Er ließ Kai Stein nicht den Hauch einer Chance und knüpfte damit übergangslos an die letztjährige Top-Form an.

Kulynycz bekommt allerdings Konkurrenz: Dem Neuzugang Tamas Levai beim Ringen zuzuschauen, machte einfach nur Freude. Im letzten Jahr stand sein Bruder Zoltan noch in den Diensten der Alemannen und auch er verstand es wunderbar, das Publikum mitzureißen. Das gelingt jetzt seinem jüngeren Bruder noch besser: Der junge Ungar glich einer Dampflok, die mit voll Dampf ausschließlich nach vorne marschiert. Sehenswerte Hebeaktionen, zwar nicht immer von Erfolg gekrönt, beeindruckten den Gegner  Dominik Chelo schwer. Nach 3:22 Minuten war der Kampf beendet, Levai ließ sich als Sieger feiern.

In der Klasse bis 61 Kilogramm, greco, hatte Abteilungsleiter Ralf Wagner eigentlich einen glasklaren Sieg eingeplant: Für die Alemannen ging der Europameister Eldaniz Azizli auf die Matte. Ihm gegenüber stand Zurab Matcharashvili, ein Gegner, der hoffentlich zu besiegen würde. Wagners Rechnung ging zunächst auf. Azizli führte 6:0 als er zu schnell zu viel erreichen wollte, und sich dabei selbst in eine äußerst kritische Lage manövrierte, aus der er sich nur mit Mühe über den Mattenrand heraus kämpfen konnte. Der Gasttrainer monierte beim Schiedsrichter, das sei ein „Tusch“ gewesen, was vielleicht sogar den Tatsachen entsprach. Das konnte Günthner jedoch nicht sehen, da er sich trotz ansonsten sehr guter Stellungsposition auf der anderen Seite befand. Azizli war danach hellwach und holte sich den erwarteten technischen Punktsieg. Neuzugang Ahmed Dudarov musste sich seinen Sieg richtig hart erkämpfen: Er stand dem Muskelpaket Abusupiyan Magomedov gegenüber und der wollte partout keine Wertung abgeben. Was ihm aber nicht nur unzureichend gelang, am Ende stand es 6:2 für Dudarov.

Ruslan Kudrynets holte sich gegen Melvin Pelzer ein Arbeitssieg, er sicherte seinem Team zwei Mannschaftspunkte.

Beherzt gingen  Koray Cakici, Bekir Demir und Danilo Bauer auf die Matte. Die rheinhessischen Eigengewächse der Alemannen hatten ihren Gegnern jedoch nur wenig entgegenzusetzen. Trat gerade Cakici zu Beginn der Begegnung Timo Moosmann gegenüber couragiert auf, so schwand sein Mut zunehmend. Die daraus resultierende Unsicherheit bot Moosmann die Gelegenheit zur Punktejagd, die mit 1:10 aus Alemannensicht endete. Immerhin: Cakici gab lediglich drei Mannschaftszähler ab. Demir und Bauer mussten sich leider technisch überhöht geschlagen geben.

Alles in allem verlief der Abend für Nackenheim richtig gut: Mit dem 18:13 Sieg ist die erste Hürde, das Play-off-Finale zu erreichen, genommen.

By |23.09.2018 11:02|Bundesliga, Ringen|0 Comments

Lokalderby endet für Nackenheim mit einem Auftakt, der noch Luft nach oben lässt

Die Neuzugänge Tamas Levai und Ahmed Dudarov zeigen überragende Leistungen

Es ist so schade, der große Wunsch des SV Alemannia Nackenheim den Lokalgegner vom ASV Mainz 88 hat sich leider nicht erfüllt:  Das vorläufige Endergebnis  im Prestige-Derby lautet 15:11 Punkte für die Landeshauptstädter.

Dabei gab die Wiegeliste aus Sicht der Alemannen durchaus berechtigte Hoffnung, erstmals in der Vereinsgeschichte die Lokalgegner schlagen zu können. Was allein schon eine Sensation gewesen wäre. Seit vielen Jahren hat sich der ASV Mainz 88 in der ersten Liga etablieren können und ist in der Vergangenheit regelmäßig die Play-off-Finalrunde um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft eingezogen. Die Saison 2012/2013 konnten sie für sich entscheiden und den Titel erringen.

Die Alemannen dagegen haben sich erst im letzten Jahr für das Bundesliga-Abenteuer entschieden und mit dem Erreichen des Viertel-Finales in der Play-off-Runde ein hervorragendes Debüt abgegeben. Ganz klar, dass der kleine „David“ SV Alemannia Nackenheim von einem Sieg über den großen „Goliath“ träumte.

Im ersten Kampf des Abends hatte Burak Demir einen schweren Stand: Der 15-Jährige Athlet musste gegen seinen ehemaligen Heimat-Verein antreten und hatte es darüber hinaus mit einem Gegner zu tun, der nahezu doppelt so alt war wie er selbst. Ahmet Peker, mehrfacher türkischer Meister, ließ dem jungen Ringer keine Chance und beendete den Kampf technisch überlegen.

Pure Spannung versprach die Begegnung der schweren Jungs: Denis Kudla, eigentlich ein 98-Kilo-Spezialist, war eine Klasse nach oben gerückt: Ihm gegenüber stand mit Etka Sever ein guter Freund. Die beiden trainieren miteinander und kennen sich in- und auswendig. Allerdings machte die  Freundschaft auf der Matte Pause: Die beiden Greco-Spezialisten schenkten sich nichts, Sever gelang mit einem Überraschungsangriff gar die Führung. Jetzt galt es Gas zu geben und darin ist Kudla ein Spezialist: Über volle sechs Minuten marschierte er nach vorne, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und erarbeitete sich einen 4:3 Punkte-Sieg, den die vielen mitgereisten Ringerfans aus Nackenheim begeistert feierten.

Zu diesem Zeitpunkt lief es gut für die Alemannen: In der folgenden Begegnung, zeigte der Neuzugang und ehemalige Mainzer Ringer Eldniz Azizli seine Stärke: Nach Belieben beherrschte er seinen Gegner  Ilir Sefai  und konnte bereits nach 2.45 Minuten weitere vier Punkte der Nackenheimer Mannschaftswertung zufügen.

Einen mitreißenden Kampf lieferten sich in der 98-Freistil-Klasse Ahmed Dudarov gegen Wladimir Remel. Gegen die technisch brillanten Aktionen von Dudarov fand Remel keine Mittel und musste letztlich mit 0:7 Punkte die verdiente Niederlage verschmerzen. Damit stand es 4:7 für Nackenheim.

Die Begegnung in der 66-Kilogramm-Freistil-Klasse wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben: Hier hätte Koray Cakici gegen den Deutschen Meister Niklas Dorn antreten sollen, doch Dorn ist derzeit mit der Nationalmannschaft unterwegs. Der Kampf wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

In der Klasse bis 71 Kilogramm, griechisch-römisch, hatte der Alemannen-Neuzugang Ruslan Kudrynets  das Nachsehen gegen Yasin Yeter. Beide Ringer zeigten sich wenig angriffslustig, Schiedsrichter Bernd Vollmer sah dabei Kudrynets passiver als Yeter. Zwei gegen eine Passivitätsverwarnungen gaben letzten den Ausschlag über die Begegnung, die Yeter damit für sich entscheiden konnte.

Etwas nervös startete mit Dario Schmidhuber ein weiterer Neuzugang für die Alemannen in der 86-Kilogram-Klasse im griechisch-römischen Stil.  Schmidthuber, eigentlich eher in der 80-Kilogramm-Klasse beheimatet. Er musste trotz  guter kämpferischer Leistung die körperliche Überlegenheit des Mainzers Ercihan Albayrak mit 7:4 Punkten anerkennen.

Danilo Bauer und Bekir Demir ließen sich von Tim Müller und Dzhan Bekir unangenehm überraschen und wurden frühzeitig ausgepunktet.  Damit war die erneute Niederlage gegen  den großen Bruder aus Mainz besiegelt.

Wer jetzt glaubte, die Alemannen steckten den Kopf in den Sand, sah sich weit gefehlt: In der letzten Begegnung standen sich Tamas Levai und  Shota Tutberidze gegenüber. Der jüngere Bruder von Zoltan Levai, der im letzten Jahr ein Punktegarant für die Nackenheimer war und in dieser Saison nach Nürnberg gewechselt ist, trat sofort in dessen Fußstapfen. Mit spekatulären Aktionen sorgte er nicht nur bei Tutberidze, vor allem aber in der Mainzer Trainerecke  für ungläubiges Staunen. Das war aus Sicht der Mainzer ganz sicher so nicht geplant gewesen. Tutberidze fand nicht den Hauch eines Gegenmittels gegen den stürmisch auftretenden Ungarn, der Nackenheim die letzten vier Punkte in der Mannschaftwertung sicherte.

Somit lautete das vorläufige Endergebnis 15:11 Punkte für den ASV Mainz 88. Zufrieden unzufrieden zeigte sich Ralf Wagner, Abteilungsleiter Ringen, vom SV Alemannia Nackenheim: „Unsere Jungs haben alles gegeben. Leider hat es am Ende nicht gereicht.“ Noch nicht!

By |10.09.2018 18:36|Bundesliga, Ringen|0 Comments

Kreuzbandriss bei Kubilay Cakici

Das Verletzungspech bleibt den Ringern des SV Alemannia Nackenheim treu. Nachdem der Verein schon in der vorigen Saison, seiner ersten in der Bundesliga, zahlreiche Ausfälle zu beklagen hatten, hat sie kurz vor der neuen Runde ein weiterer herber Verlust getroffen: Kubilay Cakici, der Deutsche Meister im Freistil-Weltergewicht (74 Kilo) und Leistungsträger im Nackenheimer Team, hat sich die Kreuzbänder gerissen und fällt für die komplette Saison aus.

„Das ist in erster Linie sehr bitter für ihn“, sagte Cengiz Cakici, Vater des Sportlers und Trainerdes SVA. „Für uns ist es auch sehr bedauerlich. Das wirft meine ganze Planung durcheinander.“

„Kubi“ klebt in diesem Jahr das Pech an den Ringerschuhen. Die Europameisterschaften mussteer krankheitsbedingt absagen, jetzt kann er auch nicht an den Weltmeisterschaften teilnehmen, die vom 20. bis 28. Oktober in Budapest stattfinden. Ein bisschen Galgenhumor ist seinem Vater geblieben, wenn er darauf verweist, dass der 25-Jährige im Kalenderjahr noch ungeschlagen ist…Die letzten Kämpfe der vorigen Bundesligasaison gestaltete Kubilay Cakici erfolgreich, danach nahm er nur noch an zwei Wettbewerben teil: An einem gut besetzten Turnier in Kuba und an der DM. Beide beendete er als Sieger.

Der Verantwortung gerecht werden

„Ich bin sicher, Kubi kommt stärker denn je zurück“, sagt der Vater. Adäquaten Ersatz für die anstehenden Bundesligakämpfe kann er nicht aufbieten. „Wir haben trotzdem einen breiten Kader, der sehr stark ist“, sagt der Nackenheimer Trainer. „Wir sind immer noch gut genug, umbestehen zu können.“

Durch Kubilay Cakicis Ausfall rückt Danilo Bauer stärker in den Fokus. Das Nackenheimer Eigengewächs ist bereit, in die Bresche zu springen. „Da bekomme ich viel Verantwortung übertragen“, sagt der 19-Jährige, „der kann ich gerecht werden und ein klein bisschen in Kubis große Fußstapfen treten.“

Mit Verletzungen kennt sich der Nachwuchsmann auch schon aus. In den vergangenen beiden Jahren musste er sich jeweils einer Meniskusoperation unterziehen, lädiert war beide Male das linke Knie. Die Angst vor einer erneuten Blessur ringt bei ihm aber nicht mit, zumal der Meniskus inzwischen entfernt wurde.

Ringen ist Familientradition

Die Entscheidung für das Ringen liegt in der Familientradition. Vater Stephan Bauer ist Sportlicher Leiter der Alemannen, auch Danilo arbeitet im Verein mit. Der Absolvent der IGS Bretzenheim leistet beim SVA ein Freiwilliges Soziales Jahr ab.

Für den Bundesligakader bringt er als Eigengewächs eine günstige Punktzahl mit, was in dieser Saison von großer Bedeutung ist. Bauer ist ein „Minus-Zweier“, das heißt, er drückt dieGesamtsumme, die 28 nicht überschreiten darf, um zwei Zähler. Doch als Kandidat, der nur aufgestellt wird, damit in anderen Klassen mehr Topathleten antreten können, sieht er sich nicht. „In der vorigen Saison wurde ich ins kalte Wasser geworfen“, sagt Bauer. „Jetzt ist mein Ziel, langsam in der Bundesliga anzukommen. Ich gehe nicht nur auf die Matte, um möglichst wenigPunkte abzugeben.“

Einen Sieg in der Eliteklasse hat er noch nicht vorzuweisen. Doch es gibt Indizien, dass er nicht mehr weit von der Premiere entfernt ist. Im Heimkampf gegen den VfL Neckargartach verlor Bauer in der vorigen Runde gegen den Serben Zaur Efendiev, seines Zeichens EM-Fünfter, lediglich mit 6:10. „Das war ein Lichtblick und ein Zeichen, dass nicht mehr so viel zur Spitze fehlt“, sagt der 19-Jährige. Bei der DM im Juni in Aschaffenburg unterlag er dem elf Jahreälteren Felix Menzel vom Luckenwalder SC mit 7:13. „Das war eigentlich eine gute Generalprobe.“

Ohne Pause durchtrainiert

Eine Trainingspause hat Bauer nicht eingelegt, unmittelbar nach Saisonende ging es schonweiter. „Wir haben eigentlich gar nicht aufgehört“, sagt er. „Von der Vorbereitung auf die DM ging es nahtlos über in die Vorbereitung auf die Bundesliga.“ Drei- bis fünfmal pro Woche traf sich die Trainingsgruppe in der Ringerhalle. Ein Trainingslager haben die Alemannen nichtabsolviert, doch das hat nichts zu heißen. „Gerade sonntags haben wir echt hart gearbeitet“, sagt Bauer. „Ich habe das Gefühl, fit zu sein.“

Wie sein Trainer geht auch der Nachwuchsmann zuversichtlich in die Saison. „Ziel ist dasErreichen der Play-offs“, sagt er. „Wenn wir das schaffen, ist vieles möglich.“ Daran ändert auch der Ausfall von Kubilay Cakici nichts. „Das können wir in anderen Gewichtsklassenkompensieren“, sagt Bauer. „Wir haben eine starke Deutsch-Achse. Gerade Ahmed Dudarov istein sehr guter Neuzugang.“

Zum Auftakt geht es am Samstag zum erfolgsgewohnten Nachbarn ASV Mainz 88. „Darauf freutsich jeder, mit einem solchen Derby in die Saison einzusteigen“, sagt Danilo Bauer. „Als erster Kampf ist das aber auch schwer. Da wird schon mal die Richtung vorgegeben.“

By |05.09.2018 18:43|Bundesliga, Ringen|0 Comments

Tamás Lévai holt Bronze bei Junioren-EM in Rom

Bei der Junioren-EM in Rom konnte sich unser Neuzugang für die Bundesliga Saison 18/19 Tamás Lévai in der 72kg Klasse die Bronzemedaille sichern. Tamás Lévai konnte sich souverän mit 9:0 Zählern gegen Anthony Sanders (72 kg/ESV München-Ost) durchsetzen.

Das Team Deutschland feiert Andrej Ginc (60 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.). Er wurde Junioren-Europameister!

Weitere Infos zur Junioren-EM auf der Homepage des DRB -> http://www.ringen.de/ginc-wird-europameister/

By |03.08.2018 15:23|Meisterschaft, Ringen|0 Comments

Weinfest Nackenheim „im fröhlichen Weinberg“ mit Mannschaftspräsentation

Wir möchten an dieser Stelle auf das Weinfest in Nackenheim hinweisen. Das Weinfest Nackenheim wird am Freitag, 20.7. um 18 Uhr eröffnet und endet am Montag Abend. Der SV Alemannia ist traditionell mit eigenem Weinstand vertreten. (siehe auch den Flyer, Stand 12)

Am Sonntag den 22.07. um 15:00 Uhr findet auf dem Weinfest die Mannschaftspräsentation des neuen 1. Mannschaftskaders des SV Alemannia Nackenheim 1912 e. V. für die Saison 2018/19 statt.

Wir freuen uns dich auf dem Weinfest begrüßen zu dürfen.

Vielen Dank für die tollen Fotos an Marion Stein Wrestling Photography

By |02.08.2018 14:32|Allgemein, Fotos, Veranstaltung|0 Comments
  Bundesliga-Saison 2018/2019  
  Mitglieder  
  Einzelkarte 10,-  
  Dauerkarte 65,-  
  VIP-Tageskarte 25,-  
  VIP-Dauerkarte 160,-  
  Nichtmitglieder  
  Einzelkarte 12,-  
  Dauerkarte 75,-  
  VIP-Tageskarte 35,-  
  VIP-Dauerkarte 190,-  
  Ansprechpartner für die Karten ist Simone Schanno  
  Tel.: 01 52 32 04 00 80  
  oder per E-Mail  

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