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Samstag, 9. November  19:15 Uhr

versus

SV A. Nackenheim

Ringerhalle, Im Brühl, 55299 Nackenheim

KSV Witten

Von |24.09.2019 18:00|Bundesliga, Ringen|0 Kommentare

Nach der Pause kommen vier Siegringer

Alemannia Nackenheim gewinnt den Bundesligakampf in Kleinostheim mit 18:9 und geht als Tabellenführer ins Derby.

Als Tabellenführer gehen die Ringer des SV Alemannia Nackenheim am Samstag ins Bundesligaderby gegen den punktgleichen ASV Mainz 88. Dank ihres 18:9-Siegs beim SC Kleinostheim liegen die Alemannen knapp vor dem Lokalkonkurrenten. „Das war eine sehr souveräne Vorstellung der gesamten Mannschaft“, sagte Trainer Cengiz Cakici.

Zur Pause stand es lediglich 5:5, doch die Nackenheimer hatten noch vier Siegringer im Aufgebot. Den Auftakt machte Tamas Levai, der erneut zwei Gewichtsklassen höher im 86-Kilo-Limit des Greco antrat und trotz dieses Nachteils in weniger als fünf Minuten einen technisch überlegenen Punktsieg feierte.

Ruslan Kudrynets bestätigte anschließend den starken Eindruck, den er zum Auftakt im Heimkampf gegen die RKG Reilingen-Hockenheim hinterlassen hatte. „In der vorigen Saison hat sich Ruslan mit Can Özgün noch abgemüht“, sagte

Cakici. „Jetzt gewinnt er vorzeitig.“ Gerade einmal 4:13 Minuten brauchte Kudrynets für die nötigen 16 Wertungspunkte.

Kubilay Cakici, der wieder eine Klasse hochrückte, erfüllte mit einem ungefährdeten 4:2-Sieg seine Pflicht. „Es war ein sehr schöner Kampf“, sagte der Vater. „Aber Kubi hat nicht mehr gemacht als er musste.“

20 Punkte gegen Deutschen Vizemeister

Damit stand der Nackenheimer Mannschaftserfolg bereits fest, doch Fazli Eryilmaz machte dort weiter, wo er am Samstag aufgehört hatte. Mit einer abschließenden Viererwertung bezwang er im Freistil-Weltergewicht Lucas Diehl nach fünfeinhalb Minuten mit 20:2 technisch überlegen. „20 Punkte gegen den Deutschen Vizemeister finde ich nicht so schlecht“, sagte der Trainer. „Dabei brauchte Fazli kein Gas zu geben, wir hatten ja schon gewonnen.“

Dass Dario Schmidhuber zum Schluss im Greco-Weltergewicht technisch überhöht dem Moldawier Alexandrin Gutu unterlag, fiel nicht mehr ins Gewicht. Der Kleinostheimer Nachwuchsmann sammelt bei den Kadetten Titel wie andere Leute Briefmarken. Gutu war 2018 Weltmeister in seiner Altersklasse holte in diesem Jahr den EM-Titel. Dazwischen lagen Siege bei den olympischen Jugendspielen und den Balkanmeisterschaften. „Mit diesem starken jungen Athleten hatte ich nicht gerechnet“, räumte Cakici ein. „Dario hat aber auch zweimal geschlafen und jeweils Vierwertungen kassiert.“

Asharin jetzt mit ungarischem Pass

Schon vor der Pause waren den Nackenheimern drei Siege gelungen. Robin Ferdinand rehabilitierte sich für seine Auftaktniederlage und holte mit dem 2:1 über Felix Radinger einen Mannschaftspunkt. „Robin hat alles richtiggemacht und sehr gut gekämpft“, stellte sein Trainer fest. „Bei ihm hatten wir einen knappen Sieg eingeplant.“ Wie hoch der 10:8-Erfolg von Ahmed Dudarov über Süleyman Karadeniz im Freistil-Halbschwergewicht einzuschätzen ist, zeigt das Ergebnis vom Samstag: Der Mainzer Gabriel Stark hatte gegen Karadeniz 0:6 verloren.

Dudarov führte bereits 6:0 und 8:4, hatte also schon zwei Mannschaftspunkte im Blick. Dass es nur einer wurde, störte Cakici wenig. „Das war eine saustarke Leistung“, freute der sich. „Sein Gegner war ja ein sehr starker Ringer, gegen den musst du erst einmal zehn Punkte machen.“ Dudarov habe sechs Minuten lang Gas gegeben.

Roman Asharin lag zwar wegen einer Wertung, die der SVA-Coach für fragwürdig erachtete, 0:4 zurück, kam beim 16:4 aber noch nahe an einen vorzeitigen Sieg heran. „Roman hat seinen Gegner müde gerungen und dann gepunktet“, erläuterte Cakici. „Roman ist eben besser.“ Was die Geschichte für die Nackenheimer noch schöner macht: Asharin trat erstmals mit ungarischem Pass an. Damit hat er seine N-Status abgelegt und kann künftig beispielsweise gleichzeitig mit Eldeniz Azizli eingesetzt werden.

Unnötig auf die Schulter

Als unnötig erachtete der Nackenheimer Trainer die Schulterniederlage von Burak Demir. „Er hätte über die Zeit kommen können, aber er hat ein, zwei Fehler gemacht.“ Der erste Einsatz von Florian Losmann nach über einjähriger Verletzungspause endete mit einer knappen Niederlage. Eigentlich hatte Cakici mit einem Sieg gerechnet. „Wir wollten mal testen, wie weit er ist. Er hat aber einen soliden Kampf gemacht.“

Mit blütenreiner Bilanz erwarten die Nackenheimer am Sonntag die 88er in der Bodenheimer Sporthalle am Guckenberg (Beginn: 19.30 Uhr). Doch auch die Gäste sind noch ungeschlagen. Bislang endeten die Lokalduelle immer mit Mainzer Siegen, diesmal sind die Vorzeichen etwas anders: Die Alemannen sind frei von Verletzungssorgen. „Wir können voll stellen“, sagt Cakici. „Wir können gegen beide Aufstellungsvarianten, die die 88er bisher aufgeboten haben, bestehen.“ Natürlich wolle seine Mannschaft gewinnen, aber den Wunsch hätten die Gäste ebenfalls. „Wie in jeder Begegnung auf Augenhöhe gibt es ein, zwei, vielleicht auch drei Schlüsselkämpfe “, sagt Cakici. „Wer die für sich entscheidet, wird gewinnen.“

Von |05.10.2019 11:07|Bundesliga, Ringen|0 Kommentare

Ringer Denis Kudla holt WM-Bronze: Geblutet, geweint, gesiegt

Ein Triumph in Bildern: In Nur-Sultan macht Denis Kudla die Olympia-Teilnahme perfekt.

Fotos: dpa

NACKENHEIM/NUR-SULTAN – Am Rande der Matte sank Denis Kudla in die Hocke, schlug die Hand vor’s Gesicht und konnte die Tränen nicht mehr halten. Die Emotionen überwältigten den Ringer von Alemannia Nackenheim, unmittelbar nachdem er den Iraner Ramin Taherisartang im WM-Viertelfinale bezwungen hatte. Ein harter Kampf: Der Iraner beackerte den Deutschen mit allen Mitteln, erwischte ihn an der Lippe. Blutend brachte er das Duell im 87 Kilo-Limit zu Ende, entschied es für sich, da ihm die letzte Wertung gehörte. Mit dem Einzug ins Halbfinale löste Kudla sein Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „In dem Moment hat es Denis überkommen“, schildert Michael Carl. Von seinem Schützling fiel die Last mehrerer Jahre ab. „Eine Riesenerleichterung“, sagt der Greco-Bundestrainer.

Seit Kudlas überraschendem Olympia-Bronze 2016 als 21-Jähriger lag die Latte für ihn ziemlich hoch. „Es gibt Leute, die fallen nach der Erfüllung ihres Traums in ein Loch“, weiß Carl, „weil sie mit dem Erfolg zufrieden sind oder mit dem höheren Erwartungsdruck nicht zurechtkommen.“ Nicht so Kudla. „Ich denke, es ist gut, dass ich die Medaille schon habe. Druck mache ich mir keinen. Und meine Familie steht so oder so hinter mir“, hatte der 24-Jährige zu Jahresbeginn bereits gesagt. Dazu kommt seine einzigartige Einstellung. Kudlas Nackenheimer Vereinstrainer Cengiz Cakici schwärmt regelmäßig von ihm: „Er lebt diesen Sport zu eintausend Prozent, von morgens bis abends. Ein brutaler Vollblut-Profi. Als Trainer kann man sich keinen Besseren vorstellen.“

„Jeden Kampf angehen, als wäre es der letzte“

Den Beinamen „Mister Zuverlässig“ trägt Kudla schon länger: Angesichts von Platz drei bei Olympia, drei EM-Bronze-Medaillen und WM-Silber 2017 mehr als verdient. 2018 schaffte er es in Budapest hingegen nicht aufs Treppchen, haderte danach mit sich selbst: „Ich war konditionell nicht am Ende. Da hätte ich mir in den Arsch beißen können, weil ich es zu locker angegangen bin.“ Im Nachgang schwor er sich, ab sofort „in jeden Kampf mit der Einstellung zu gehen: Es könnte der letzte sein“. Mit Jahresbeginn erhöhte das Greco-Nationalteam die Schlagzahl, steigerte die Trainingsumfänge. Das zahlte sich aus: In Kasachstan gab Kudla in jedem Kampf bis zum Schlussgong Vollgas. Das Resultat: erneut Bronze. Für ihn eine Zugabe zur Olympia-Quali, um die es diesmal primär ging. Angesichts zahlreicher hochkarätiger Konkurrenten, die früh die Segel streichen musste, erneut eine „Riesenleistung“, lobt Bundestrainer Carl. Das Finale blieb Kudla dennoch verwehrt, weil er knapp gegen den späteren Weltmeister Zhak Beleniuk 1:2 verlor. Den Ukrainer sieht Carl als „Topfavoriten“ für Tokio, hält ihn aber nicht für unschlagbar. Das allerdings ist Zukunftsmusik. Zunächst gönnt der Bundestrainer seinem Champion erstmal eine Auszeit. Am Dienstagabend ging es mit dem gesamten Greco-Team zur Feier in ein kasachisches Restaurant. „Und ich habe Denis gesagt, dass er die nächsten drei, vier Wochen das Leben mal genießen soll.“ Das ist nötig, denn „das Jahr war sehr hart“.

Von |24.09.2019 18:49|Fotos, Meisterschaft, Ringen|0 Kommentare

WERDE TEIL GROSSER EMOTIONEN!

Weltstars der ältesten und, im wahrsten Sinne des Wortes, bodenständigsten Sportart werden ab Ende September 2019 wieder für den SV Alemannia Nackenheim in der Bundesliga antreten.

In dieser Saison könnt ihr die Patenschaft für ein oder mehrere Areale der Matte übernehmen und so Teil dieses regionalen Sportgroßereignisses werden.

Nutzt jetzt die Gelegenheit, sichert euch einen eigenen Platz auf unserer Matte der großen Emotionen und unterstützt so die Ringer und den Verein.

Jeder Gönner/jede Gönnerin und jeder Sponsor/jede Sponsorin wird mit Namen im entsprechenden Feld verewigt.

Nach Ablauf der Aktion wird die Spendentafel gut sichtbar in der Ringerhalle angebracht, sowie auch auf unserer Homepage, Facebook und Instagram veröffentlicht. Für die Spende stellen wir eine Spendenquittung aus.

Sprecht uns einfach an, wir stehen gerne zur Verfügung!

Jörg Geiberger 0178/4596610 oder j.geiberger@sva-nackenheim.de

Von |22.08.2019 17:49|Allgemein|0 Kommentare

Alemannia Nackenheim: Power mit Play-off-Potenzial

Ringer-Bundesligist hat Kaderplanung abgeschlossen. Alle Topstars bleiben an Bord, zwei Neuzugänge erhöhen die Flexibilität und zwei Langzeitverletzte kehren zurück.

NACKENHEIM – Bis Ende Mai noch durfte gebastelt werden. Seither ist das Transferfenster in der Ringer-Bundesliga geschlossen. Und auf den letzten Metern hat Alemannia Nackenheim mit dem türkischen U 23-EM-Fünften Fazli Eryilmaz (Punktewert: 5) noch ein weiteres Steinchen ins Kader-Mosaik geklebt. Allzu viel schnippelte Ralf Wagner, Abteilungsleiter der Nackenheimer, insgesamt allerdings nicht. Eryilmaz ist neben Victor Lyzen einer von lediglich zwei Neuzugängen. Dahingegen haben alle Leistungsträger der Vorsaison ihre Verträge verlängert, die Alemannen setzen auf Kontinuität. Das Nackenheimer Aufgebot ist nach wie vor gespickt mit einigen Stars der Szene. „Sie fühlen sich wohl hier bei uns, weil das Klima im Team gut ist“, sagt Wagner, „und die Athleten sehen ja auch, dass wir ein gutes Team haben. Sie wollen zusammen was erreichen.“ Der einzige, der nicht mehr zur Verfügung steht ist Armin Forschner (80 Greco), der in der vergangenen Saison aber ohnehin nicht zum Zug kam.

Cakici und Losmann sind Quasi-Neuzugänge

In der Vorsaison hatten die Alemannen das Potenzial ihres Kader allerdings nicht ausschöpfen können. Vor allem weil mit Florian Losmann (61 Kilo Freistil/Greco) und Kubilay Cakici (75/80 Freistil) zwei wichtige Stützen mit Kreuzbandrissen komplett ausfielen. Beide sind nun wieder fit, damit quasi Neuzugänge. Neben dem „echten“ Neuen Eryilmaz lotste Abteilungsleiter Wagner auch den amtierenden Deutschen Meister Victor Lyzen (61 Kilo Freistil, Punktwert: 3) nach Nackenheim, er kommt vom ASV Schorndorf. Mit Lyzen und Eryilmaz sind die Nackenheimer flexibler geworden, können mehr variieren als in der Vorsaison, in der sich die Aufstellung oft fast von selbst machte.

Der Kader ist zwar nun breiter, allerdings nicht annähernd so breit wie der von deutschen Topteams wie den Red Devils aus Heilbronn oder Meister Wacker Burghausen. Dafür fehle nach wie vor die Finanzkraft, sagt Abteilungsleiter Wagner. Zwar gehöre die Alemannia zum oberen Drittel der Bundesligisten in Sachen Etat (genaue Zahlen nennt er nicht). Um in noch höhere Sphären vorzustoßen bräuchte es allerdings noch mehr Sponsoren.

Die gute Nachricht: Stehen alle Athleten an den Wochenenden parat, steht Trainer Cengiz Cakici gehörig Power zur Verfügung: Denn von Weltmeister Eldiniz Azizli (der Einzige mit Punktewert 7) im 57 Kilo Greco reichen die Namen über den frische gebackenen Junioren-Europameister Tamas Levai (Ungarn, 75 Kilo Greco) und den Olympia-Dritten Denis Kudla (86/98 Greco) hin zu den weiteren deutschen Topathleten Lyzen, Robin Ferdinand (Schwergewicht, beide Stilarten), Ahmed Dudarov (86/98 Freistil) und Kubilay Cakici. Darüber hinaus ist der Kader gespickt mit potenziellen Siegringern wie Ruslan Kudrynets (66/71 Greco), dem ungarischen U 23-EM-Dritten Roman Asharin (66/71 Freistil) oder dem polnischen Topringer Arkadiusz „Arek“ Kulynycz (80/86 Greco). Und auch der Russe Khasan Badrudinov (57 Freistil) stehe weiterhin zur Verfügung, sagt Wagner. In der vergangenen Saison hätte man mit ihm lediglich für die Play-offs geplant. Diese verpasste Nackenheim bekanntlich aber. Auf die Endrunde nehmen die Nackenheimer nun erneut Anlauf. „Sie sind das Ziel“, sagt Abteilungsleiter Wagner. Verstecken müssen sie sich mit dieser Forderung keinesfalls. Wenn alle Athleten auflaufen können, ist ordentlich Wucht auf der Matte in der Nackenheimer Ringerhalle garantiert.

Von |17.06.2019 09:14|Bundesliga, Ringen|0 Kommentare

Ringer-DM: Nur Kudla fährt mit Gold heim

Alemannia-Coach Cakici sieht Glanzleistung des „Musterprofis“, der auch Kumpel Sever besiegt. Sowohl Sever als auch der zweite 88er Gürler sind nach Platz fünf enttäuscht.

KAUFBEUREN – Tags zuvor saßen sie noch gemeinsam im Auto, fuhren mit Cengiz Cakici die gut 300 Kilometer von Schifferstadt ins bayerische Kaufbeuren. Dort standen sie sich am Wochenende dann auf der Matte gegenüber: die beiden Ringer-Kumpels Etka Sever (ASV Mainz 88) und Denis Kudla (Alemannia Nackenheim).

Wie in den meisten Trainingsduellen gegen Sever behielt Kudla im DM-Halbfinale im 97-Kilo-Limit (5:1) die Oberhand. Kudla triumphierte danach auch im Finale deutlich, wurde zum fünften Mal Deutscher Meister.

Während einer Bundesliga-Saison bekommt Alemannia-Coach Cakici Kudla, der in Schifferstadt trainiert, lediglich bei den Kämpfen am Wochenende zu sehen. Während der DM erlebte er den Olympia-Dritten von Rio de Janeiro ausnahmsweise mal über mehrere Tage hinweg. „Er ist ein Musterprofi“, schwärmt der Alemannia-Coach, „in jeder Hinsicht.“ Das Pflichtprogramm DM meisterte Kudla quasi im Vorbeigehen und scheint gewappnet für die Kür: die WM im September in Astana. Eigentlich war der 24-Jährige mit Blick auf die Vorbereitung eine Gewichtsklasse nach oben gerückt, um mehr gefordert zu werden. Wirklich gefordert wurde er aber auch in der 97 Kilo-Klasse nicht.

Gegen Kumpel Sever (5:1) hatte er noch die meisten Probleme, behielt am Ende aber den längeren Atem. „Er ist marschiert“, erkannte Sever an, „ich habe verdient verloren.“ Sever, der in gut einem Monat bei den European Games in Minsk an den Start geht, war von seiner eigenen Leistung bitter enttäuscht. Vor allem haderte der zweimalige deutsche Meister mit seinem Auftritt im Bronze-Kampf gegen Ilja Klasner (Schorndorf, 2:5). „In der Verfassung werde ich in Minsk niemanden besiegen.“ Die DM sieht Sever als „Lektion“, muss bis zu den European Games zwingend zulegen.

Ebenfalls unzufrieden war Ruhullah Gürler. Auch der zweite Athlet des ASV Mainz landete am Ende nur auf Rang fünf. Er sei vom ersten Kampf an nicht richtig ins Turnier gekommen, berichtet Gürler. „Vielleicht habe ich mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt.“ Gerade angesichts des Aufwands („so viel wie noch nie zuvor“), den er in den letzten Wochen betrieben habe, ist das Ergebnis ärgerlich.

Dario Schmidhuber scheitert in Runde eins

Und für den zweiten Nackenheimer im Bunde war schon nach der ersten Runde Schluss: Dario Schmidhuber verlor technisch unterlegen. Bei einer Vier-Punkte-Wertung gegen ihn hatte Coach Cakici zwar eine irreguläre Beinarbeit seines Gegners Fabian Reiner (Tennenbronn) ausgemacht, die Schiedsrichter sahen das anders. Der Alemanne probierte danach einiges, berichtet Cakici, wurde dennoch mit einer Bodenlage bestraft und kassierte per Durchdreher den Nackenschlag.

Auch Schmidhuber hatte Cakici mit nach Kaufbeuren genommen. Für alle seine Mitfahrer war mehr drin gewesen. Aber am Ende hatte lediglich Dauer-Sieger Kudla auf der Heimfahrt im Ringer-Tross eine Medaille im Gepäck.

Von |12.06.2019 17:16|Meisterschaft, Ringen|0 Kommentare

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