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Samstag, 18.11.2017, 19:00 Uhr

(Kampbeginn 19:30)

Sportzentrum Laubenheimer Ried

Gewerbestrasse 25, 55130 MZ-Laubenheim

Achtung: Heimkampf findet in Mainz-Laubenheim statt. Das gilt auch für unsere 2. Mannschaft die bereits um 17 Uhr  auf den AC Thaleischweiler trifft.

Bitte nicht verpassen! 17 Uhr RLP-Verbandsliga und ab 19:30 Uhr Bundesliga.

By | 11.09.2017 18:54|Ringen|0 Comments

Ohne Welter-Asse keine Chance

Bericht der Allgemeinen Zeitung vom 13.11.2017

Levai und Cakici fehlen bei 7:23 gegen Red Devils des VfL Neckargartach

 HEILBRONN (zil). Für den SV Alemannia Nackenheim gab es bei den Red Devils Heilbronn des VfL Neckargartach nichts zu holen. Mit 23:7 Mannschaftspunkten setzten sich die Gastgeber gegen den Bundesliga-Aufsteiger durch. Kurios: Weltmeister Frank Stäbler stand schon vor seinem Kampf als Gewinner fest. Sein Gegner Bekir Demir ging mit vier Kilogramm Übergewicht auf die Matte. Überhaupt konnte Trainer Cengiz Cakici nicht alle seine besten Ringer aufbieten.

Zoltan Levais Ausfall zeichnete sich Mitte der Woche ab. Der Ungar ist mit dem Nationalkader im Trainingslager, um sich auf ein internationales Turnier vorzubereiten. Mit dem Greco- Weltergewichtler fehlte der logische Gegner für Stäbler. „Schade“, sagte Cakici. „Das wäre sicher der beste Greco- Kampf der Saison geworden.“ Stattdessen musste Freistiler Demir, der auch auf der Matte deutlich verlor (15:0) ran.

Cakici schohnte auch seinen Sohn Kubilay im Freistil-Weltergewicht. „Er ist leich angeschlagen, deshalb wollten wir angesichts der Playoffs kein Risiko eingehen“, erklärte Vater Cakici. Denn ein Sieg rückte mit den Ausfällen in weite Ferne.

Trotzdem gab es aus Alemannen-Sicht einige positive Momente. Im ersten Kampf des Abends setzte sich beispielsweise Ahmed Al-Faradj im Greco-Fliegengewicht mit 5:4 gegen Cornel Predouio durch. Al-Faradj gab zunächst am Boden zwar zwei Punkte ab, legte dann aber selbst nach. Zwei Mal drehte er Predoio durch. „Eine klasse Leistung, die uns alle wahnsinnig gefreut hat“, sagte sein Trainer. Auch Vize- Weltmeister Denis Kudla präsentierte sich in bestechender Form. Seinen guten Kumpel Etka Sever, der sechs Kilogramm mehr auf die Waage brachte, manövrierte er nach Belieben über die Matte und holte einen unerwartet klaren 7:0-Erfolg.

Während Siegringer Arkadiusz Kulynycz die fast schon obligatorische „Vier“ gegen Fabian Fritz einfuhr, blieb Schwergewichtler Robin Ferdinand etwas hinter den Erwartungen zurück. Stefan Kehrer überraschte den Nackenheimer früh im Kampf mit einem Beinangriff und Takedown. Diesem Rückstand lief Ferdinand vergebens hinterher.


Quelle: Liga-Datenbank

 

By | 15.11.2017 22:40|Bundesliga, Ringen|0 Comments

Da stürmte der Trainer die Matte

Ein Bericht von Sport aus Mainz von Gert Adolphi zur Bundesligabegegnung SV Triberg/Nackenheim am 31.10.2017.

Begleitet von einer Reihe ungünstiger Schiedsrichterentscheidungen verfehlte Ringen-Bundesligst Alemannia Nackenheim das Ziel, beim SV Triberg zu punkten. Auch der direkte Vergleich ging durch die 13:19-Niederlage verloren.

Triberg. Dass sie beim SV Triberg 15 bis 16 Punkte abgeben würden, hatten die Bundesligaringer des SV Alemannia Nackenheim einkalkuliert. Trotzdem hatten sie sich einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden ausgerechnet. Doch dann liefen zwei Kämpfe nicht wie erhofft, und die Alemannen verloren 13:19. Ihre Play-off-Teilnahme gerät dadurch nicht in Gefahr, doch den vierten Tabellenplatz werden sie wohl noch an die Triberger abtreten müssen.

Eine Mitschuld am Ergebnis lastete Cengiz Cakici dem jungen Schiedsrichter Benjamin Senn an. „Der hat heute mal üben dürfen“, sagte der Nackenheimer Trainer. „Die Übung ist nicht gut ausgegangen. Nicht für ihn und nicht für uns.“ Cakici war so aufgebracht, dass er einmal auf die Matte stürmte, um mit dem Mattenleiter zu diskutieren. Dafür handelte er sich eine Gelbe Karte ein.

Cakicis Ärger entzündete sich insbesondere an den Kämpfen von Robin Ferdinand im Freistil-Schwergewicht und von Kubilay Cakici im Freistil-Weltergewicht. Bei beiden war der Trainer von einem Sieg ausgegangen. „Aber da gab es Entscheidungen, die mehr als fragwürdig waren“, sagte Cakici. „Das war schon arg krass. Selbst die Zuschauer, mit denen ich mich nachher unterhalten habe, konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen.“

Wertungen gehen in die andere Richtung 

Ferdinand hatte Rares Chintoan in der gefährlichen Lage. Senn pfiff ab, da er am Auge des Nackenheimers etwas Blut entdeckt hatte. Möglicherweise eine etwas unglückliche, aber regelkonforme Entscheidung. Doch der Schiedsrichter vergaß auch, Ferdinand zumindest eine Zweierwertung zuzuschreiben. Der Alemanne führte dennoch nach vier Minuten 8:4.

„Robin hat wie gewohnt saustark gekämpft“, sagte Cakici. „Nur die Wertungen sind plötzlich in die andere Richtung gegangen. Das war schon komisch.“ Ferdinand verlor noch 8:11 und gab zwei Mannschaftspunkte ab. Gerechtfertigt aus der Sicht der Gäste aber wäre ein Sieg ihres Mannes in gleicher Höhe gewesen. Das machte in der Summe schon vier Punkte aus, um die sich die Nackenheimer betrogen sahen.

Als Kubilay Cakici im abschließenden Duell auf die Matte ging, stand der Sieg der Gastgeber bereits fest. Doch wenigstens im direkten Vergleich wollten die Nackenheimer nach ihrem 19:14-Hinkampferfolg die Nase vorne behalten. „Kubi lag 0:5 zurück, und keiner wusste, warum“, sagte sein Vater. „Dann macht er eine Viererwertung, bekommt danach aber eine Verwarnung wegen Fingerfassens. Auch das war mehr als lächerlich.“ Sein Sohn verlor am Ende 9:10, gab einen Mannschaftpunkt ab, und damit ging auch derr direkte Vergleich an die Triberger. „Ich kann Robin und Kubi keinen Vorwurf machen“, sagte der Trainer. „Beide haben Gas gegeben vom Feinsten.“

Kulinycz von der Matte zum Flughafen 

Die übrigen Kämpfe endeten überwiegend mit den erwarteten Ergebnissen. Dass Ahmed Al-Faraj, Bekir Demir und Ali Can Cakici entscheidend verlieren würden, war abzusehen. Ein klein wenig optimistischer waren die Alemannen bei Ibrahim Fallacara. „Insgeheim hatten wir gehofft, dass Ibi keine Vier abgibt“, sagte der Coach. Doch Kristian Fris, Fallacaras Gegner im Greco-Leichtgewicht ist Europameister, und der aus dem Federgewicht kommende Nackenheimer hatte zudem Gewichtsnachteile. „Ibi hatte mit seinen 63 Kilochen im Bodenkampf keine Chance“, stellte Cakici fest. „Fris hat ihn gedreht und gehoben, wie er wollte.“ Nach 45 Sekunden stand Fallacaras technisch überhöhte Niederlage fest.

Auf die Siegringer der Rheinhessen war allerdings auch Verlass. Arkadiusz Kulinycz hatte außerplanmäßig die Begegnung eröffnet, da die Gastgeber darum gebeten hatten, den Kampf vorzuziehen. Den Alemannen kam das zupass, da auch Kulynycz möglichst schnell zurück in seine polnische Heimat wollte. Nach knapp über einer Minute hatte der Nackenheimer seine Pflicht mit einem technisch überlegenen Punktsieg erfüllt und durfte duschen gehen, bevor Abteilungsleiter Ralf Wagner ihn umgehend zum Flughafen fuhr. Auch Bayram Shaban setzte sich gegen Vladislav Wager, der erstmals ohne Übergewicht im Freistil-Federgewicht antrat, entscheidend durch. Gleiches gelang Zoltan Levai im Greco-Weltergewicht.

Cakici extrem verärgert 

Denis Kudla musste sich im Greco-Halbschwergewicht gegen Oliver Hassler mit einem Mannschaftspunkt begnügen. Technische Wertungen gab es beim 2:0-Sieg des Vizeweltmeisters nicht. „Denis hat sein Programm gegen seinen sechs Kilo schwereren Gegner runtergespult“, sagte Cakici. „Er ist sechs Minuten marschiert. Aber auch er hat eine Passivitätsverwarnung bekommen. Das war äußerst merkwürdig.“

Für den weiteren Saisonverlauf ist es im Grunde unerheblich, ob die Alemannen die Runde als Dritter, Vierter oder Fünfter abschließen. Nur der Gruppensieger genießt einen Sonderstatus: Er hat in der ersten Play-off-Runde Freilos. Alle anderen Mannschaften landen gleichberechtigt im Lostopf.

Für Cengiz Cakici war das unmittelbar nach der schmerzlichen Niederlage kein Trost. „Für uns als Aufsteiger wäre es eine geile Sache, wenn wir nicht nur eine oder zwei Mannschaften hinter uns lassen könnten, sondern drei“, sagte der Nackenheimer Trainer. „Je besser die Endplatzierung ist, um so schöner sieht das aus.“ Mit bislang fünf Siegen stehen die Alemannen dennoch glänzend da. Auch das konnte Cakici unmittelbar nach der Niederlage kaum besänftigen. „Es ist kein Weltuntergang“, sagte der 45-Jährige. „Aber mich ärgert es extrem. Ich bin sehr, sehr angefressen.“


Quelle: Liga-Datenbank

 

By | 07.11.2017 17:36|Allgemein, Bundesliga, Ringen|0 Comments

Triumph in der RLP-Verbandsliga

Fünf Kämpfe gab es gegen die Wormser vom KSV 05 zu sehen. Alle wurden von den Alemannen der 2. Mannschaft mit je 4 Mannschaftspunkten gewonnen. Applaus für Lucas, Abdulla, Chian, Ali Can, Demir und natürlich für die Trainer Cengiz und Khaled. Eine super Leistung mit der die Nackenheimer den zweiten Tabellenplatz in der RLP-Verbandsliga zurückgewinnen konnten.


Quelle: Liga-Datenbank

 

By | 05.11.2017 17:20|Rheinland-Pfalz Verbandsliga, Ringen|0 Comments

Zehn packende Kämpfe, hohes technisches Niveau… Heimkampf gegen RKG Freiburg

Die Ringer-Fans der Nackenheimer Ringer haben beim letzten Heimkampf gegen die RKG Freiburg eine Sternstunde des Ringens erlebt: Zehn packende Kämpfe, hohes technisches Niveau, Kampfgeist und der unbedingte Wille zum Sieg führten letztlich zu einem 21: 11 Erfolg. Es ist ein weiterer Meilenstein zum Saisonziel in der Premium-Liga: Die Play-off-Runde zu erreichen.

Noch haben die Alemannen-Ringer es nicht geschafft, aber ihr Ziel dicht vor Augen: Unbedingt wollen sie sich in die weitere Qualifikationsrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einbringen und entsprechend motiviert lieferten sie einen Heimkampf, der die Gegner aus dem Breisgau ein ums andere Mal resignieren ließ.

Bereits mit dem ersten Kampf, obwohl verloren, zeigte sich Trainer Cengiz Cakici durchaus zufrieden. Der 14-jährige Lucas Günther, der sich vor einem halben Jahr noch nicht einmal ansatzweise einen Einsatz in der ersten Liga hat vorstellen können, befolgte haarklein jede Anweisung seines Coaches gegen den über 20 Jahre älteren Matthias Liebherr. Wenn möglich, sollte er keinesfalls vier Mannschaftspunkte abgeben. Günther kämpfte, gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und hielt seine Niederlage mit 0:7 Punkten in akzeptablen Grenzen. Sie brachte den Gästen lediglich zwei Mannschaftszähler.

Einer der spektakulärsten und spannendsten Kämpfe war sicherlich der Freistil-Kampf im Schwergewicht: Robin Ferdinand, knapp 94,9 Kilo schwer, hatte es im wahrsten Sinne des Wortes nicht leicht: Ihm stand der moldawische Nationalkader-Ringer Andrej Romanov gegenüber, der mit 127,8 Kilogramm exakt 32,9 Kilos mehr auf die Waage brachte. Das war dann aber auch schon alles: Ferdinand ließ Romanov nicht den Hauch einer Chance, brachte den Freiburger mit seiner Außenklammer zur Verzweiflung und sammelte dabei Punkt um Punkt. Nach 5.30 Minuten hatte Romanov völlig resigniert und musste die technische Überlegenheit mit 16:1 Punkten anerkennen. Die Fans jubelten mit Ferdinand über den Sieg.

Im darauffolgenden Kampf bekam die Freude der Alemannen allerdings wieder einen Dämpfer:  Unerwartet kam Bayram Shaban, 61 Kilo, freier Stil,  mit seinem Kontrahenten Florian Losmann nicht klar. Trotz seines unermüdlichen Kampfgeistes konnte er seine Aktionen nicht in Punkte ummünzen und musste Losmann den Sieg mit 3:6 Punkten überlassen.

Hingegen hatte Denis Kudla, 98 Kilo griechisch-römisch, keine Mühe mit seinem Gegner Maximilian Remensberger, der wohl etwas übermotiviert den amtierenden Vize-Weltmeister aus der Ruhe bringen wollte. Kudla nahm es gelassen, parierte mit gezielten Angriffen, um dann gegen Ende der ersten und in der zweiten Halbzeit seine ganze Klasse auszuspielen. Sein Einsatz war nach etwas mehr als vier Minuten erledigt: Mit 17:1 Punkten lieferte Kudla nach Ferdinand vier weitere, wichtige Zähler in der Mannschaftswertung.

Im letzten Kampf vor der Pause stand Ibrahim Fallacara, 66 Kilo griechisch-römisch, gegen den Georgier Amiran Shavadze auf verlorenem Posten: Gerade erst von einer Verletzung genesen, war Fallacara Shavadze zwar körperlich unterlegen, aber doch von Kampfstärke geprägt: Lediglich 11 Punkte konnte Shavadze dem Nackenheimer Ringer abringen; nicht genug, um Freiburg noch auf einen Auswärtssieg hoffen zu lassen.

Denn die mitgereisten Trainer Igor Maier und Luigi Tascillo wussten nämlich genau, dass ihre Siegchancen in den verbleibenden Kämpfen eher spartanisch waren. Errang Yordan Kungalov gegen den Freiburger Lars Schäfle noch einen wichtigen Arbeitssieg, zündeten Arkadiusz Kulynycz und Zoltan Levai erneut Feuerwerke von Ringergriffen.  Ali Can Cakici musste bei seinem Erst-Liga Debüt gegen den Deutschen Meister Kevin Henkel Lehrgeld bezahlen und sein Cousin Kubilay Cakici verschönerte das Mannschaftsergebnis mit einem 2:0 Punktsieg gegen Stefan Käppeler zum Endstand von 21: 11 Punkten.

Der Abteilungsleiter Ringen des SV Alemannia Nackenheim, Ralf Wagner, zeigte sich hochzufrieden: „Die Jungs haben heute alles gegeben, eine absolut geschlossene, bravouröse Mannschaftsleistung gezeigt. Für mich hat Robin den Weg zum Sieg eingeleitet. Er ist derzeit in bestechend guter Form, wohl auch, weil er sich in Nackenheim wohl fühlt.“ Ähnlich äußerte sich auch Mannschaftsführer Stephan Bauer, der vor allem den Kampf- und Siegeswillen von Ferdinand herausstellte.

Bericht von Ingrid Ferdinand

Quelle: Liga-Datenbank

By | 31.10.2017 10:10|Bundesliga, Fotos, Ringen|0 Comments

19:8 für unsere zweite Mannschaft.

Beim Heimkampf der 2. Mannschaft in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz gegen den WKG Metternich/Rübenach/Boden konnte Nackenheim wieder kräftig Punkten. Von sechs Kämpfen gingen fünf an die Alemannen. Nur Torsten Lavizar musste eine Niederlage durch Sergej Sorch, der ihn nach nur 49 Sekunden schulterte, hinnehmen.

 


Quelle: Liga-Datenbank

 

By | 26.10.2017 18:20|Rheinland-Pfalz Verbandsliga, Ringen|0 Comments

Bundesliga-Rückrundenauftakt gegen ASV Urloffen

Trainer Cengiz Cakici hat lange auf diesen Tag warten müssen: Mit Beginn der Rückrunde ist die  Mannschaft des SV Alemannia Nackenheim durch den Stilartwechsel stärker geworden, zudem hatten einige Ringer ihre Verletzungen auskuriert und waren einsatzbereit. Mit dem amtierenden Vize-Weltmeister Denis Kudla hatte Cakici ein weiteres Ass im Ärmel, das er auch sogleich zog. Nach drei herben Niederlagen war ein Sieg für die Moral der Mannschaft dringend nötig. Die Rechnung ging auf: Die Alemannen verließen mit 18:11 gegen Schlusslicht ASV Urloffen die Matte und sind durch die zwei Zähler in der Mannschaftswertung derzeit auf den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga Südwest vorgerückt.

Ein wahres Feuerwerk an Griffen zogen dabei die Punktegaranten aus der Vorrunde: Arkadiusz Kulynycz verblüffte dabei durch einige sehr ungewöhnliche Aktionen: Sein Gegner Tarec Knosp wollte sich von ihm nicht in die Bodenlage zwingen lassen, da dachte sich Kulynycz wahrscheinlich: Das geht auch anders. Seinen Kontrahenten vor dem Bauch haltend sprang er in einen Ausheber, den Schiedsrichterin Maria Anselm mit vier Punkten belohnte. Und weil es so schön war und offensichtlich den Alemannen-Fans und auch Kulynycz selbst gefiel, zog er den gleichen Griff noch zweimal hinterher. Zum Leidwesen von Knosp, der sich nach weiteren Angriffen technisch überlegen geschlagen geben musste. Von so viel Engagement angestachelt, zeigte auch Zoltan Levai sein ganzes Können. Mit herrlichen Schwunggriffen machte  er seinem Gegner Andreas Boczek nach nur 2.56 Minuten und 17:0 Punkten den Garaus. Der dritte Punktebringer in der zweiten Halbzeit hieß Kubilay Cakici, der Marius Atofani jederzeit beherrschte und letztlich mit 8:0 Punkten als Sieger feststand.

Dabei begann der Wettkampfabend aus Sicht beider Vereine eher unerfreulich: Stilartbedingt hatte Trainer Cengiz Cakici lange auf den Einsatz seines Co-Trainers, dem 47-jährigen Khaled Al-Faraj, warten müssen. Al-Faraj hatte mit dem dritten Deutschen Jugendmeister 2017 Nico Megerle keine Mühe und ging schnell mit 6:0 in Führung. Doch in der Aktion verletzte er sich eine Rippe: Von Schmerz gezeichnet versuchte Al-Faraj seinen Vorsprung ins Ziel zu retten, doch Megerle setzte nach und schulterte Al-Faraj schließlich. Das war eine völlig unerwartete Niederlage. Genau umgekehrt lief es im Schwergewicht. Robin Ferdinand traf auf den Urloffener Leo Kempf, der sich nach 13 Sekunden ohne Zutun von Ferdinand wahrscheinlich eine Kreuzbandverletzung zuzog und damit zum Aufgeben gezwungen war.

Bayram Shaban betrat zum ersten Mal in seiner angestammten Gewichtsklasse, 61 Kilogramm Freistil, die Matte: Mit Laszlo Simo hatte er jedoch einen Gegner, der ihm alles abverlangte und ihn an den Rand einer Schulterniederlage brachte. Shaban konnte sich jedoch mit großem Kampfgeist aus seiner misslichen Lage befreien und stand nach voller Kampfzeit mit 10:8 Punkten als verdienter Sieger fest.

Zum Einstand hatte es Denis Kudla mit dem erfahrenen Gabriel Fix zu tun. Fix hatte von seinem Trainer ganz offensichtlich die Vorgabe erhalten, den Kampf passiv zu gestalten, um so wenig Punkte abzugeben. Folgerichtig konnte Kudla seine Klasse nur bedingt ausspielen, fuhr letztlich aber mit seinem 7:0 Sieg zwei  Zähler für die Mannschaft ein. Wladimir Berenhardt  lieferte sich in der Klasse bis 66 Kilogramm im griechisch-römischen Stil gegen Van Chlovelle Meier einen Kampf auf Augenhöhe, den er schlussendlich äußerst knapp mit 4:4 Punkten aufgrund der niedrigeren Wertung verlor.

Keinen Respekt im Erstliga-Geschehen zeigte Bekir Demir. Beherzt setzte er sich mit Michael Schneider auseinander und brachte diesen sichtlich aus seinem Konzept, so dass sich Demirs Niederlage mit 1:4 Punkten in absolut akzeptablen Grenzen hielt. Stilartfremd startete Armin Forschner im freien Stil und stand dem erfahrenen Erstliga-Ringer Nicolai Chireacov gegenüber. Chireacov sammelte Punkt um Punkt, brachte Forschner ein ums andere Mal in eine gefährliche Lage. Forschner hatte somit keine Chance, den Kampf aktiv zu gestalten und nach knapp dreieinhalb Minuten stand sein Kontrahent als technisch überlegener Punktsieger fest.

Bericht von Ingrid Ferdinand

 


Quelle: Liga-Datenbank

 

By | 26.10.2017 17:19|Bundesliga, Fotos, Ringen|0 Comments
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