Dominanz, Protest und (böses) Blut
Dass der ASV Mainz 88 auf der Matte nicht zu schlagen sein wird, stand nach dem Wiegen fest. Während der SV Alemannia Nackenheim vor 800 Zuschauern in der Sporthalle im Laubenheimer Ried auf seine Spitzenringer Zoltan Levai, Khasan Badrudinov und Arkadiusz „Arek“ Kulynycz verzichten musste, erschienen die 88er mit geballter Weltklasse. Die letzten drei Kämpfer hießen Mark O. Madsen, Balint Korpasi und Soner Demirtas. Im heimischen Trophäenschrank der Herren gesellen sich zu zwei olympischen Medaillen (Madsen und Demirtas) mehrere Weltund Europameistertitel. Ihre Gegner? AlemanniaEigengewächs Danilo Bauer, Oldie Wladimir Berenhardt und Nachwuchsringer Bekir Demir. Die Ausbeute? Elf Punkte für den ASV – weil Demirtas gegen den Sohn seines Freundes Ahmet Demir Nachsicht walten ließ und bestenfalls 20 Prozent seiner Leistungsfähigkeit abrief.
„Wir hätten gern eine bessere Mannschaft gestellt, aber es ging nicht“, sagte Alemannen-Trainer Cengiz Cakici nach der 11:25 Niederlage und erklärte die Ausfälle. Levai und Badrudinov nehmen in dieser Woche an der U 23Weltmeisterschaft teil. „Arek ist mit der polnischen Nationalmannschaft bei einem Turnier in Weißrussland.“ Der kleine Kader des Aufsteigers lässt es nicht zu, solche Ausfälle zu kompensieren. Weil der ASV Mainz 88 genau das kann, gehört er zu den Titelkandidaten. Denn auch die 88er mussten auf Süleyman Atli (Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm Freistil) verzichten. Auch er ist U 23-WM-Starter. Für ihn gab Wladimir Winter sein Bundesliga-Debüt. Er war gegen Bayram Shaban zwar chancenlos und verlor technisch überhöht. Die Niederlage fiel aber nicht ins Gewicht. Denn zum Trio Madsen/Korpasi/Demirtas kommen auf Seiten der 88er eben noch Eldeniz Azizli (vier Mannschaftpunkte gegen Ahmad Al-Faradj) und die Deutschen Meister Tim Müller (schulterte Ali Can Cakici) sowie Gabriel Stark.
Der spielte bei der zweiten Geschichte, dem Protest, die entscheidende Rolle. In der Halle lief die Geschichte so ab: Stark unterschrieb beim Wiegen – wie alle Ringer – dass er nicht verletzt ist. Später ging er mit blauem Kinesiotape am Ellenbogen ins Duell mit Vize-Weltmeister Denis Kudla. Beide gingen kurz in den Clinch. Kudla legte seinen patentierten Vorwärtsgang ein und schob den Freistil-Spezialisten Stark von der Matte. Der fasste sich an den Arm und gab nach 25 Sekunden auf. „Es hat geknackt und Gabriel wollte nichts riskieren“, erklärte sein Trainer David Bichinashvili. „Das kann passieren. Gabriel war fit und dann hat er sich verletzt.“ Die Nackenheimer sehen das anders. „Nie und nimmer hat er sich bei dieser Aktion verletzt“, sagte Abteilungsleiter Ralf Wagner. „Denis hat ihn gar nicht an diesem Arm angefasst. Das haben wir auch auf Video.“ Die Folge: Die Alemannen legen Protest gegen die Kampfwertung ein. Würde er angenommen, stände ein 40:0-Sieg der Gastgeber fest, denn die 88er hätten ohne Stark nur fünf, statt sechs deutsche Ringer in den Kampf geschickt. Bichinashvili reagierte völlig verständnislos auf den Protest. „Das ist einfach lächerlich“, sagte er lachend. „Das ist unseriös und mit so etwas beschäftige ich mich nicht. Muss er auch nicht, denn seine Mannschaft wird – egal wie der Deutsche Ringer Bund entscheidet – als Gruppenerster in die Play-offs einziehen. Denn ein Sieg am letzten Kampftag gegen den ASV Urloffen ist praktisch unausweichlich.
Stichwort Play-offs: Dort dürfen sich die Fans wieder auf spannendere Duelle freuen. Von dieser Sorte gab es am Samstag nämlich nur eines; vielleicht die dritte Geschichte des Abends. Titel: „Das Blutduell“. Wladimir Remel und Robin Ferdinand lieferten sich eine intensive Schwergewichtsschlacht. Bei einem Wurf zogen sich beide klaffende Platzwunden zu, wurden verarztet und schenkten sich auch mit Turbanverband nichts. Remel hatte das bessere Ende für sich, gewann 13:9.
Quelle: Liga-Datenbank
Ohne Welter-Asse keine Chance
Bericht der Allgemeinen Zeitung vom 13.11.2017
Levai und Cakici fehlen bei 7:23 gegen Red Devils des VfL Neckargartach
HEILBRONN (zil). Für den SV Alemannia Nackenheim gab es bei den Red Devils Heilbronn des VfL Neckargartach nichts zu holen. Mit 23:7 Mannschaftspunkten setzten sich die Gastgeber gegen den Bundesliga-Aufsteiger durch. Kurios: Weltmeister Frank Stäbler stand schon vor seinem Kampf als Gewinner fest. Sein Gegner Bekir Demir ging mit vier Kilogramm Übergewicht auf die Matte. Überhaupt konnte Trainer Cengiz Cakici nicht alle seine besten Ringer aufbieten.
Zoltan Levais Ausfall zeichnete sich Mitte der Woche ab. Der Ungar ist mit dem Nationalkader im Trainingslager, um sich auf ein internationales Turnier vorzubereiten. Mit dem Greco- Weltergewichtler fehlte der logische Gegner für Stäbler. „Schade“, sagte Cakici. „Das wäre sicher der beste Greco- Kampf der Saison geworden.“ Stattdessen musste Freistiler Demir, der auch auf der Matte deutlich verlor (15:0) ran.
Cakici schohnte auch seinen Sohn Kubilay im Freistil-Weltergewicht. „Er ist leich angeschlagen, deshalb wollten wir angesichts der Playoffs kein Risiko eingehen“, erklärte Vater Cakici. Denn ein Sieg rückte mit den Ausfällen in weite Ferne.
Trotzdem gab es aus Alemannen-Sicht einige positive Momente. Im ersten Kampf des Abends setzte sich beispielsweise Ahmed Al-Faradj im Greco-Fliegengewicht mit 5:4 gegen Cornel Predouio durch. Al-Faradj gab zunächst am Boden zwar zwei Punkte ab, legte dann aber selbst nach. Zwei Mal drehte er Predoio durch. „Eine klasse Leistung, die uns alle wahnsinnig gefreut hat“, sagte sein Trainer. Auch Vize- Weltmeister Denis Kudla präsentierte sich in bestechender Form. Seinen guten Kumpel Etka Sever, der sechs Kilogramm mehr auf die Waage brachte, manövrierte er nach Belieben über die Matte und holte einen unerwartet klaren 7:0-Erfolg.
Während Siegringer Arkadiusz Kulynycz die fast schon obligatorische „Vier“ gegen Fabian Fritz einfuhr, blieb Schwergewichtler Robin Ferdinand etwas hinter den Erwartungen zurück. Stefan Kehrer überraschte den Nackenheimer früh im Kampf mit einem Beinangriff und Takedown. Diesem Rückstand lief Ferdinand vergebens hinterher.
Quelle: Liga-Datenbank
Da stürmte der Trainer die Matte
Ein Bericht von Sport aus Mainz von Gert Adolphi zur Bundesligabegegnung SV Triberg/Nackenheim am 31.10.2017.
Begleitet von einer Reihe ungünstiger Schiedsrichterentscheidungen verfehlte Ringen-Bundesligst Alemannia Nackenheim das Ziel, beim SV Triberg zu punkten. Auch der direkte Vergleich ging durch die 13:19-Niederlage verloren.
Triberg. Dass sie beim SV Triberg 15 bis 16 Punkte abgeben würden, hatten die Bundesligaringer des SV Alemannia Nackenheim einkalkuliert. Trotzdem hatten sie sich einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden ausgerechnet. Doch dann liefen zwei Kämpfe nicht wie erhofft, und die Alemannen verloren 13:19. Ihre Play-off-Teilnahme gerät dadurch nicht in Gefahr, doch den vierten Tabellenplatz werden sie wohl noch an die Triberger abtreten müssen.
Eine Mitschuld am Ergebnis lastete Cengiz Cakici dem jungen Schiedsrichter Benjamin Senn an. „Der hat heute mal üben dürfen“, sagte der Nackenheimer Trainer. „Die Übung ist nicht gut ausgegangen. Nicht für ihn und nicht für uns.“ Cakici war so aufgebracht, dass er einmal auf die Matte stürmte, um mit dem Mattenleiter zu diskutieren. Dafür handelte er sich eine Gelbe Karte ein.
Cakicis Ärger entzündete sich insbesondere an den Kämpfen von Robin Ferdinand im Freistil-Schwergewicht und von Kubilay Cakici im Freistil-Weltergewicht. Bei beiden war der Trainer von einem Sieg ausgegangen. „Aber da gab es Entscheidungen, die mehr als fragwürdig waren“, sagte Cakici. „Das war schon arg krass. Selbst die Zuschauer, mit denen ich mich nachher unterhalten habe, konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen.“
Wertungen gehen in die andere Richtung
Ferdinand hatte Rares Chintoan in der gefährlichen Lage. Senn pfiff ab, da er am Auge des Nackenheimers etwas Blut entdeckt hatte. Möglicherweise eine etwas unglückliche, aber regelkonforme Entscheidung. Doch der Schiedsrichter vergaß auch, Ferdinand zumindest eine Zweierwertung zuzuschreiben. Der Alemanne führte dennoch nach vier Minuten 8:4.
„Robin hat wie gewohnt saustark gekämpft“, sagte Cakici. „Nur die Wertungen sind plötzlich in die andere Richtung gegangen. Das war schon komisch.“ Ferdinand verlor noch 8:11 und gab zwei Mannschaftspunkte ab. Gerechtfertigt aus der Sicht der Gäste aber wäre ein Sieg ihres Mannes in gleicher Höhe gewesen. Das machte in der Summe schon vier Punkte aus, um die sich die Nackenheimer betrogen sahen.
Als Kubilay Cakici im abschließenden Duell auf die Matte ging, stand der Sieg der Gastgeber bereits fest. Doch wenigstens im direkten Vergleich wollten die Nackenheimer nach ihrem 19:14-Hinkampferfolg die Nase vorne behalten. „Kubi lag 0:5 zurück, und keiner wusste, warum“, sagte sein Vater. „Dann macht er eine Viererwertung, bekommt danach aber eine Verwarnung wegen Fingerfassens. Auch das war mehr als lächerlich.“ Sein Sohn verlor am Ende 9:10, gab einen Mannschaftpunkt ab, und damit ging auch derr direkte Vergleich an die Triberger. „Ich kann Robin und Kubi keinen Vorwurf machen“, sagte der Trainer. „Beide haben Gas gegeben vom Feinsten.“
Kulinycz von der Matte zum Flughafen
Die übrigen Kämpfe endeten überwiegend mit den erwarteten Ergebnissen. Dass Ahmed Al-Faraj, Bekir Demir und Ali Can Cakici entscheidend verlieren würden, war abzusehen. Ein klein wenig optimistischer waren die Alemannen bei Ibrahim Fallacara. „Insgeheim hatten wir gehofft, dass Ibi keine Vier abgibt“, sagte der Coach. Doch Kristian Fris, Fallacaras Gegner im Greco-Leichtgewicht ist Europameister, und der aus dem Federgewicht kommende Nackenheimer hatte zudem Gewichtsnachteile. „Ibi hatte mit seinen 63 Kilochen im Bodenkampf keine Chance“, stellte Cakici fest. „Fris hat ihn gedreht und gehoben, wie er wollte.“ Nach 45 Sekunden stand Fallacaras technisch überhöhte Niederlage fest.
Auf die Siegringer der Rheinhessen war allerdings auch Verlass. Arkadiusz Kulinycz hatte außerplanmäßig die Begegnung eröffnet, da die Gastgeber darum gebeten hatten, den Kampf vorzuziehen. Den Alemannen kam das zupass, da auch Kulynycz möglichst schnell zurück in seine polnische Heimat wollte. Nach knapp über einer Minute hatte der Nackenheimer seine Pflicht mit einem technisch überlegenen Punktsieg erfüllt und durfte duschen gehen, bevor Abteilungsleiter Ralf Wagner ihn umgehend zum Flughafen fuhr. Auch Bayram Shaban setzte sich gegen Vladislav Wager, der erstmals ohne Übergewicht im Freistil-Federgewicht antrat, entscheidend durch. Gleiches gelang Zoltan Levai im Greco-Weltergewicht.
Cakici extrem verärgert
Denis Kudla musste sich im Greco-Halbschwergewicht gegen Oliver Hassler mit einem Mannschaftspunkt begnügen. Technische Wertungen gab es beim 2:0-Sieg des Vizeweltmeisters nicht. „Denis hat sein Programm gegen seinen sechs Kilo schwereren Gegner runtergespult“, sagte Cakici. „Er ist sechs Minuten marschiert. Aber auch er hat eine Passivitätsverwarnung bekommen. Das war äußerst merkwürdig.“
Für den weiteren Saisonverlauf ist es im Grunde unerheblich, ob die Alemannen die Runde als Dritter, Vierter oder Fünfter abschließen. Nur der Gruppensieger genießt einen Sonderstatus: Er hat in der ersten Play-off-Runde Freilos. Alle anderen Mannschaften landen gleichberechtigt im Lostopf.
Für Cengiz Cakici war das unmittelbar nach der schmerzlichen Niederlage kein Trost. „Für uns als Aufsteiger wäre es eine geile Sache, wenn wir nicht nur eine oder zwei Mannschaften hinter uns lassen könnten, sondern drei“, sagte der Nackenheimer Trainer. „Je besser die Endplatzierung ist, um so schöner sieht das aus.“ Mit bislang fünf Siegen stehen die Alemannen dennoch glänzend da. Auch das konnte Cakici unmittelbar nach der Niederlage kaum besänftigen. „Es ist kein Weltuntergang“, sagte der 45-Jährige. „Aber mich ärgert es extrem. Ich bin sehr, sehr angefressen.“
Quelle: Liga-Datenbank
Triumph in der RLP-Verbandsliga
Fünf Kämpfe gab es gegen die Wormser vom KSV 05 zu sehen. Alle wurden von den Alemannen der 2. Mannschaft mit je 4 Mannschaftspunkten gewonnen. Applaus für Lucas, Abdulla, Chian, Ali Can, Demir und natürlich für die Trainer Cengiz und Khaled. Eine super Leistung mit der die Nackenheimer den zweiten Tabellenplatz in der RLP-Verbandsliga zurückgewinnen konnten.
Quelle: Liga-Datenbank
Zehn packende Kämpfe, hohes technisches Niveau… Heimkampf gegen RKG Freiburg
Die Ringer-Fans der Nackenheimer Ringer haben beim letzten Heimkampf gegen die RKG Freiburg eine Sternstunde des Ringens erlebt: Zehn packende Kämpfe, hohes technisches Niveau, Kampfgeist und der unbedingte Wille zum Sieg führten letztlich zu einem 21: 11 Erfolg. Es ist ein weiterer Meilenstein zum Saisonziel in der Premium-Liga: Die Play-off-Runde zu erreichen.
Noch haben die Alemannen-Ringer es nicht geschafft, aber ihr Ziel dicht vor Augen: Unbedingt wollen sie sich in die weitere Qualifikationsrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einbringen und entsprechend motiviert lieferten sie einen Heimkampf, der die Gegner aus dem Breisgau ein ums andere Mal resignieren ließ.
Bereits mit dem ersten Kampf, obwohl verloren, zeigte sich Trainer Cengiz Cakici durchaus zufrieden. Der 14-jährige Lucas Günther, der sich vor einem halben Jahr noch nicht einmal ansatzweise einen Einsatz in der ersten Liga hat vorstellen können, befolgte haarklein jede Anweisung seines Coaches gegen den über 20 Jahre älteren Matthias Liebherr. Wenn möglich, sollte er keinesfalls vier Mannschaftspunkte abgeben. Günther kämpfte, gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und hielt seine Niederlage mit 0:7 Punkten in akzeptablen Grenzen. Sie brachte den Gästen lediglich zwei Mannschaftszähler.
Einer der spektakulärsten und spannendsten Kämpfe war sicherlich der Freistil-Kampf im Schwergewicht: Robin Ferdinand, knapp 94,9 Kilo schwer, hatte es im wahrsten Sinne des Wortes nicht leicht: Ihm stand der moldawische Nationalkader-Ringer Andrej Romanov gegenüber, der mit 127,8 Kilogramm exakt 32,9 Kilos mehr auf die Waage brachte. Das war dann aber auch schon alles: Ferdinand ließ Romanov nicht den Hauch einer Chance, brachte den Freiburger mit seiner Außenklammer zur Verzweiflung und sammelte dabei Punkt um Punkt. Nach 5.30 Minuten hatte Romanov völlig resigniert und musste die technische Überlegenheit mit 16:1 Punkten anerkennen. Die Fans jubelten mit Ferdinand über den Sieg.
Im darauffolgenden Kampf bekam die Freude der Alemannen allerdings wieder einen Dämpfer: Unerwartet kam Bayram Shaban, 61 Kilo, freier Stil, mit seinem Kontrahenten Florian Losmann nicht klar. Trotz seines unermüdlichen Kampfgeistes konnte er seine Aktionen nicht in Punkte ummünzen und musste Losmann den Sieg mit 3:6 Punkten überlassen.
Hingegen hatte Denis Kudla, 98 Kilo griechisch-römisch, keine Mühe mit seinem Gegner Maximilian Remensberger, der wohl etwas übermotiviert den amtierenden Vize-Weltmeister aus der Ruhe bringen wollte. Kudla nahm es gelassen, parierte mit gezielten Angriffen, um dann gegen Ende der ersten und in der zweiten Halbzeit seine ganze Klasse auszuspielen. Sein Einsatz war nach etwas mehr als vier Minuten erledigt: Mit 17:1 Punkten lieferte Kudla nach Ferdinand vier weitere, wichtige Zähler in der Mannschaftswertung.
Im letzten Kampf vor der Pause stand Ibrahim Fallacara, 66 Kilo griechisch-römisch, gegen den Georgier Amiran Shavadze auf verlorenem Posten: Gerade erst von einer Verletzung genesen, war Fallacara Shavadze zwar körperlich unterlegen, aber doch von Kampfstärke geprägt: Lediglich 11 Punkte konnte Shavadze dem Nackenheimer Ringer abringen; nicht genug, um Freiburg noch auf einen Auswärtssieg hoffen zu lassen.
Denn die mitgereisten Trainer Igor Maier und Luigi Tascillo wussten nämlich genau, dass ihre Siegchancen in den verbleibenden Kämpfen eher spartanisch waren. Errang Yordan Kungalov gegen den Freiburger Lars Schäfle noch einen wichtigen Arbeitssieg, zündeten Arkadiusz Kulynycz und Zoltan Levai erneut Feuerwerke von Ringergriffen. Ali Can Cakici musste bei seinem Erst-Liga Debüt gegen den Deutschen Meister Kevin Henkel Lehrgeld bezahlen und sein Cousin Kubilay Cakici verschönerte das Mannschaftsergebnis mit einem 2:0 Punktsieg gegen Stefan Käppeler zum Endstand von 21: 11 Punkten.
Der Abteilungsleiter Ringen des SV Alemannia Nackenheim, Ralf Wagner, zeigte sich hochzufrieden: „Die Jungs haben heute alles gegeben, eine absolut geschlossene, bravouröse Mannschaftsleistung gezeigt. Für mich hat Robin den Weg zum Sieg eingeleitet. Er ist derzeit in bestechend guter Form, wohl auch, weil er sich in Nackenheim wohl fühlt.“ Ähnlich äußerte sich auch Mannschaftsführer Stephan Bauer, der vor allem den Kampf- und Siegeswillen von Ferdinand herausstellte.
Bericht von Ingrid Ferdinand
Quelle: Liga-Datenbank
19:8 für unsere zweite Mannschaft.
Beim Heimkampf der 2. Mannschaft in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz gegen den WKG Metternich/Rübenach/Boden konnte Nackenheim wieder kräftig Punkten. Von sechs Kämpfen gingen fünf an die Alemannen. Nur Torsten Lavizar musste eine Niederlage durch Sergej Sorch, der ihn nach nur 49 Sekunden schulterte, hinnehmen.
Quelle: Liga-Datenbank



















































































