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Bundesliga-Rückrundenauftakt gegen ASV Urloffen

Trainer Cengiz Cakici hat lange auf diesen Tag warten müssen: Mit Beginn der Rückrunde ist die  Mannschaft des SV Alemannia Nackenheim durch den Stilartwechsel stärker geworden, zudem hatten einige Ringer ihre Verletzungen auskuriert und waren einsatzbereit. Mit dem amtierenden Vize-Weltmeister Denis Kudla hatte Cakici ein weiteres Ass im Ärmel, das er auch sogleich zog. Nach drei herben Niederlagen war ein Sieg für die Moral der Mannschaft dringend nötig. Die Rechnung ging auf: Die Alemannen verließen mit 18:11 gegen Schlusslicht ASV Urloffen die Matte und sind durch die zwei Zähler in der Mannschaftswertung derzeit auf den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga Südwest vorgerückt.

Ein wahres Feuerwerk an Griffen zogen dabei die Punktegaranten aus der Vorrunde: Arkadiusz Kulynycz verblüffte dabei durch einige sehr ungewöhnliche Aktionen: Sein Gegner Tarec Knosp wollte sich von ihm nicht in die Bodenlage zwingen lassen, da dachte sich Kulynycz wahrscheinlich: Das geht auch anders. Seinen Kontrahenten vor dem Bauch haltend sprang er in einen Ausheber, den Schiedsrichterin Maria Anselm mit vier Punkten belohnte. Und weil es so schön war und offensichtlich den Alemannen-Fans und auch Kulynycz selbst gefiel, zog er den gleichen Griff noch zweimal hinterher. Zum Leidwesen von Knosp, der sich nach weiteren Angriffen technisch überlegen geschlagen geben musste. Von so viel Engagement angestachelt, zeigte auch Zoltan Levai sein ganzes Können. Mit herrlichen Schwunggriffen machte  er seinem Gegner Andreas Boczek nach nur 2.56 Minuten und 17:0 Punkten den Garaus. Der dritte Punktebringer in der zweiten Halbzeit hieß Kubilay Cakici, der Marius Atofani jederzeit beherrschte und letztlich mit 8:0 Punkten als Sieger feststand.

Dabei begann der Wettkampfabend aus Sicht beider Vereine eher unerfreulich: Stilartbedingt hatte Trainer Cengiz Cakici lange auf den Einsatz seines Co-Trainers, dem 47-jährigen Khaled Al-Faraj, warten müssen. Al-Faraj hatte mit dem dritten Deutschen Jugendmeister 2017 Nico Megerle keine Mühe und ging schnell mit 6:0 in Führung. Doch in der Aktion verletzte er sich eine Rippe: Von Schmerz gezeichnet versuchte Al-Faraj seinen Vorsprung ins Ziel zu retten, doch Megerle setzte nach und schulterte Al-Faraj schließlich. Das war eine völlig unerwartete Niederlage. Genau umgekehrt lief es im Schwergewicht. Robin Ferdinand traf auf den Urloffener Leo Kempf, der sich nach 13 Sekunden ohne Zutun von Ferdinand wahrscheinlich eine Kreuzbandverletzung zuzog und damit zum Aufgeben gezwungen war.

Bayram Shaban betrat zum ersten Mal in seiner angestammten Gewichtsklasse, 61 Kilogramm Freistil, die Matte: Mit Laszlo Simo hatte er jedoch einen Gegner, der ihm alles abverlangte und ihn an den Rand einer Schulterniederlage brachte. Shaban konnte sich jedoch mit großem Kampfgeist aus seiner misslichen Lage befreien und stand nach voller Kampfzeit mit 10:8 Punkten als verdienter Sieger fest.

Zum Einstand hatte es Denis Kudla mit dem erfahrenen Gabriel Fix zu tun. Fix hatte von seinem Trainer ganz offensichtlich die Vorgabe erhalten, den Kampf passiv zu gestalten, um so wenig Punkte abzugeben. Folgerichtig konnte Kudla seine Klasse nur bedingt ausspielen, fuhr letztlich aber mit seinem 7:0 Sieg zwei  Zähler für die Mannschaft ein. Wladimir Berenhardt  lieferte sich in der Klasse bis 66 Kilogramm im griechisch-römischen Stil gegen Van Chlovelle Meier einen Kampf auf Augenhöhe, den er schlussendlich äußerst knapp mit 4:4 Punkten aufgrund der niedrigeren Wertung verlor.

Keinen Respekt im Erstliga-Geschehen zeigte Bekir Demir. Beherzt setzte er sich mit Michael Schneider auseinander und brachte diesen sichtlich aus seinem Konzept, so dass sich Demirs Niederlage mit 1:4 Punkten in absolut akzeptablen Grenzen hielt. Stilartfremd startete Armin Forschner im freien Stil und stand dem erfahrenen Erstliga-Ringer Nicolai Chireacov gegenüber. Chireacov sammelte Punkt um Punkt, brachte Forschner ein ums andere Mal in eine gefährliche Lage. Forschner hatte somit keine Chance, den Kampf aktiv zu gestalten und nach knapp dreieinhalb Minuten stand sein Kontrahent als technisch überlegener Punktsieger fest.

Bericht von Ingrid Ferdinand

 


Quelle: Liga-Datenbank

 

Von |26.10.2017 17:19|Bundesliga, Fotos, Ringen|0 Kommentare

2te Mannschaft siegt Auswärts gegen Ludwigshafen

Cengiz Cakici auf Facebook: „unsere 2te ist weiter auf erfolgskurs wir gewannen unseren auswärtskampf heute mittag (15.10.2017) in ludwigshafen mit 13:12 starker auftritt 💪💪💪“. Stimmt absolut!!

Bemerkung Wertung, Kampfergebnis:
Lt. Richtlinien Punkt 9.2 *I) wird der Kampf 20:0 gewertet, da Ludwigshafen nur mit 5 Ringern angetreten ist. Weiterhin zählen die vom Kampfrichter Ringer von Nackeheim zur Mannschaft, aber können nicht um Punkte kämpfen.9.2 Anzahl der Ringer in der Verbandsliga

  1. Eine Mannschaft besteht aus 8 Ringer, davon müssen 6 Ringer antreten und 5 Ringer müssen das vorgeschriebene Gewicht haben. Tritt eine Mannschaft mit weniger als 6 Ringer an oder es haben keine 5 Ringer das vorgeschriebene Gewicht, so ist der komplette Kampf mit 0:X oder X:0 verloren. Eine Waageniederlage ist vom Kampfrichter festzustellen. Dies muss im Mannschaftsprotokoll vermerkt werden.

    Für jeden Ringer unterhalb 6 Ringern wird ein Ordnungsgeld in Höhe von 10,00 € erhoben.


Quelle: Liga-Datenbank

 

Von |20.10.2017 17:06|Rheinland-Pfalz Verbandsliga, Ringen|0 Kommentare

Die Höhe ist ärgerlich

Ein Bericht von Sport aus Mainz von Gert Adolphi zur Bundesligabegegnung Adelhausen/Nackenheim am 14.10.2017.

Nackenheimer Ringer verlieren Bundesligakampf in Adelhausen mit 4:30. Ahmet Cakici ist als Trainer bei der RWG Mömbris/Königshofen eingestiegen.

Adelhausen. Am Ergebnis störte Cengiz Cakici in erster Linie die Höhe. „Dass wir verlieren würden, war klar“, sagte der Trainer des Ringen-Bundesligisten SV Alemannia Nackenheim nach dem 4:30 beim TuS Adelhausen, „aber dass es so deutlich wird, war sehr ärgerlich.“

Die Gäste traten wie schon vor einer Woche im Derby beim ASV Mainz 88 nicht in Bestbesetzung an. Khasan Khussein Badrudinov, der sich auf die U23-Weltmeisterschaften im November vorbereitet, musste auf Geheiß seines Verbands an einem Turnier in Russland teilnehmen. Ibrahim Fallacara wäre einsatzbereit gewesen, ihn schonten die Alemannen „aus Sicherheitsgründen“, wie Cakici sagte. „Wir brauchen ihn noch in der Rückrunde.“

Fallacara wäre auf Ex-Weltmeister Ivo Angelov getroffen, der bislang alle Saisonkämpfe 4:0 gewonnen hat. Fraglich, ob es dem Nackenheimer anders ergangen wäre. So kassierte Ersatzmann Dean Oehrlein, einer aus der jungen Garde, die technisch überhöhte Niederlage.

Lächerlíche Entscheidungen 

In einigen Duellen sah Cakici seine Mannschaft aber auch vom Kampfrichter benachteiligt. Sowohl bei Bayram Shaban als auch bei Kubilay Cakici hätten die Nackenheimer Viererwertungen erwartet; Lars Günther aber sprach ihren Gegnern jeweils zwei Punkte zu. „Diese Entscheidungen konnten wir überhaupt nicht nachvollziehen“, sagte der SVA-Trainer. „Das grenzte an Lächerlichkeit und war wirklich sehr ungerecht.“

Robin Ferdinand attestierte der Coach trotz seiner technisch überhöhten Niederlage einen „prima Kampf. Robin hat einen sauberen Armzug gesetzt. Leider ist er dabei nicht vollständig unter den Mann gekommen, sonst hätte es sogar einen Schultersieg geben können“.

Berenhardt früh raus 

Wladimir Berenhardt nahm Cakici nach weniger als einer halben Minute von der Matte. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte der Trainer. „Wladi hatte einen guten Gegner, ist bei der ersten Aktion mit dem Fuß hängengeblieben und hat sich am Knie wehgetan. Und wir lagen zu diesem Zeitpunkt schon 0:20 zurück. Da gehen wir kein Risiko ein.“

Erst im abschließenden Kampf gelang Zoltan Levai der einzige Sieg der Gäste. Mit einem Armzug beförderte er Sascha Keller auf die Matte und drückte ihn nach nur zehn Sekunden auf die Matte. „Wenn es gut läuft, können auch Kubilay und Arkadiusz Kulynycz gewinnen“, sagte Cakici. „Es sieht besser aus, wenn man nicht so hoch verliert. Die beiden letzten Begegnungen der Vorrunde sind gar nicht gut gelaufen. Aber nächste Woche steht wieder eine starke Truppe auf der Matte.“

Ahmet Cakici, der ältere Bruder und Vorgänger des Nackenheimer Trainers, ist wieder in den Vereinssport eingestiegen. Der 54-Jährige hatte den Posten bei den Alemannen Anfang des Jahres aufgegeben, nachdem er bereits im November nach Aschaffenburg gezogen war. 

Seit einigen Monaten ist Ahmet Cakici Trainer am dortigen Leistungszentrum. Jetzt übernahm er auch das Freistiltraining beim Ex-Bundesligisten RWG Mömbris/Königshofen, der derzeit in der hessischen Oberliga antritt. 

„Die RWG ist ein guter Traditionsverein“, kommentierte Cengiz Cakici das Engagement seines Bruders. „In zwei, drei Jahren wird der Verein auch wieder höher ringen. Vielleicht treffen wir dann einmal aufeinander. Das wäre eine tolle Geschichte, wenn auf beiden Seiten ein Cakici auf der Bank säße.“ 


Quelle: Liga-Datenbank

 

Von |20.10.2017 16:43|Bundesliga, Ringen|0 Kommentare

Kein guter Tag für die Alemannen

Für die Verantwortlichen des SV Alemannia Nackenheim war der vergangene Samstag ein rabenschwarzer: Die Abmeldungen der Ringer, die am Abend im Lokalderby dem ASV Mainz 88 gegenübertreten sollten, mehrten sich. Entsprechend herb fiel die Niederlage mit 3:24 Punkten aus. Wer jetzt Katerstimmung vermutet, liegt jedoch falsch: Das Saisonziel, die Play-off-Runde zu erreichen ist noch immer machbar.

Wer die Ringerszene kennt, der hätte den Nackenheimern kaum realistische Chancen auf einen Sieg in der Halle am Großen Sand eingeräumt; zu gut, breit und variabel ist der Kader der 88er aufgestellt. Obwohl die Neulinge in der Bundesliga schon gerne dem Deutschen Mannschaftsmeister von 2012 ein Bein gestellt hätten. Doch es kam alles anders:

Trainer Cengiz Cakici musste die geplante Mannschaft kurzfristig völlig umstellen: Khasan Khusein Badrudinov stand wegen eines Lehrganges in Russland nicht zur Verfügung, Ersatzmann Khalid Al-Faraj ist am Freitag Vater geworden und sagte daher seinen Einsatz ab. Ibrahim Fallacara ist noch immer krank und Koray Cakici verletzt, in dieser Woche steht für ihn die lange geplante Knie-Operation auf dem Programm. Auch Wladimir Berenhardt gab erkältungsgeschwächt nur bedingt sein OK. Somit stand Cakici lange vor Antritt beim Gastgeber ASV Mainz 88 vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Wen kann er überhaupt einsetzen?

Einmal mehr zeigte sich bei den Ringern das bekannte Musketier-Motto: Einer für alle. Alle für Einen. Sofort rückten die Sportler aus der zweiten Mannschaft nach, um zumindest eine formelle Niederlage von 0:40 Punkten abzuwenden. Vor knapp 1000 Zuschauern wehrten sie sich nach Kräften, doch die Gegner von Lucas Günther, Ahmed Al-Faraj, Bekir Demir und Tamerlan Paschajew waren überwiegend Sportler mit vielen nationalen und internationalen Erfolgen und damit mehr als eine Nummer zu groß für die Nackenheimer Eigengewächse. Vor eine unlösbare Aufgabe gestellt sah sich im Schwergewicht, griechisch-römischer Stil, auch Robin Ferdinand. Mantas Knystautas, Militär-Weltmeister 2017, wusste seine körperliche Überlegenheit und den Gewichtsunterschied von 15 Kilogramm entscheidend für sich zu nutzen: Am Ende hatte er mit 5:0 Punkten die Nase vorn. Im  darauffolgenden Kampf ließ Bayram Shaban sich von der Angriffslust  des Mainzers Niklas Dorn völlig überrumpeln: Gleich zweimal fand er sich als Untermann auf der Matte wieder. Und gleich zweimal setzte Dorn punktebringende Beinschrauben an. Das Ergebnis von 0:16 Punkten  und eine Kampfzeit von gerade mal einer Minute und 23 Sekunden waren für Shaban mehr als ernüchternd. Arkadiusz Kulynycz fand gegen Tadeusz Michalik besser in den Kampf, führte über eine lange Zeit mit 2:1 Punkten,  bis Michalik in der letzten Minute einen kampfentscheidenden Konter setzte,  mit 2:5 in Führung ging und diese bis zum Schlussgong nicht mehr abgab. Wladimir Berenhardt gelang es, Ruslan Kudrynets in Schach zu halten und damit fiel seine Niederlage mit 2:4 Punkten zwar schmerzlich, dennoch erträglich aus.

Für die einzigen Lichtblicke an einem aus Nackenheimer Sicht eher tristen Kampftag sorgten Kubilay Cakici und Zoltan Levai. Tim Müller fehlten gegen Cakici die Mittel, auch nur annähernd an Punkte zu kommen. Cakici indessen verfügte über mehr Einfallsreichtum und seine blitzschnellen Attacken brachten Müller in Bedrängnis. Seiner Mühe Lohn: Ein Sieg mit 6:0 Punkten. Im letzten Kampf des Abends (die 88er standen schon zu Beginn der Halbzeit als uneinholbare Sieger fest) lieferten sich Zoltan Levai und Balint Korpasi nichtsdestotrotz ein erbittertes Gefecht auf hohem technischen Niveau: Wertungstechnische Punkte fielen in der gesamten Kampfzeit von sechs Minuten nicht, so dass letztlich die ausgesprochenen Passivitätsverwarnungen als Zünglein an der Waage dienen mussten. Levai erhielt den letzten Punkt und verließ damit als glücklicher Sieger die Matte.

Stephan Vielmuth, Vorsitzender der Alemannen, war zwar enttäuscht über das doch sehr deutliche Ergebnis. Doch für ihn gilt: Nach dem Kampf ist vor dem nächsten Kampf und obwohl es wohl kaum möglich sein wird, den TuS Adelhausen in dessen eigener Halle zu schlagen, hofft er dennoch auf eine faustdicke Überraschung.

Bericht Ingrid Ferdinand


Quelle: Liga-Datenbank

 

Von |08.10.2017 18:24|Bundesliga, Rheinland-Pfalz Verbandsliga, Ringen|0 Kommentare

Drei Siege aus drei Begegnungen weckten Hoffnungen

Am Tag der Deutschen Einheit sollte in der Alemannenhalle wenn möglich ein weiterer dazu kommen. Doch mit dem VfL Neckargartach kam eine leistungsstarke Gastmannschaft nach Nackenheim, die dies letztlich deutlich mit 18:11 Punkten zu verhindern wusste. Trotzdem war die Stimmung rund um den Mattenrand bestens, dafür sorgten die Athleten mit grandiosen Kämpfen auf der Matte. Und mit Benno Krieger ein Hallensprecher, wie ihn sich viele Bundesliga-Vereine nur wünschen können.

15 Uhr: Benno Krieger schnappte sich das Mikrophon und stellte nicht nur die Mannschaften vor, er trieb das Publikum so lange vor sich her, bis auch der letzte Fan wie elektrisiert auf den ersten Kampf wartete. Khasan Khusein Badrudinov, 57 Kilogramm Freistil, hatte es nicht leicht: Levan Metreveli Vartanov, bislang ungeschlagen, stand ihm gegenüber. Doch Badrudinov ließ nichts anbrennen: Souverän erkämpfte er sich Punkt für Punkt hatte letztlich mit 9:0 Punkten die Nase vorn.  Es waren gleichzeitig die ersten drei Zähler in der Mannschaftswertung.

Auf verlorenem Posten hingegen stand der junge Tamerlan Paschajew gegen Deutschlands Nr. 1 im griechisch-römischen Schwergewicht: Eduard Popp brauchte lediglich etwas mehr als 30 Sekunden, um seine Klasse auszuspielen. Das war zu erwarten, dennoch ist es dem 17-jährigen Paschajew hoch anzuerkennen, dass er sich ohne zu zögern in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte. Die Alemannen-Ringer mussten wegen verletzungs- und krankheitsbedingter Absagen ihre Mannschaft kurzfristig umstellen.

In der Klasse bis 61 Kilogramm hatte sich Ibrahim Fallacara bei seinem Trainer Cengiz Cakici krank gemeldet. Einmal mehr bewies sich, dass die Sportler, so unterschiedlich sie sind, zu einem echten Team zusammengewachsen sind: Bayram Shaban erklärte sich sofort bereit, stilartfremd zu starten. Mehr noch: Innerhalb weniger Stunden nahm er klaglos die Strapazen in Kauf, mehrere Kilo Gewicht zu machen. Am Kampftag selbst fand er jedoch gegen den starken Valentin Lupu nicht in den Kampf, ließ sich auskontern und konstatierte Lupus Überlegenheit nach knapp vier Minuten.

Mit Robin Ferdinand und Stepan Kehrer (98 Kilogramm, Freistil) standen sich zwei Freunde im Leben als Gegner auf der Matte gegenüber: Beide sind mehrfache Deutsche Meister, Kehrer mit sechs und Ferdinand mit zwei Titeln, und sie schenkten sich nichts: Kehrer geht in Führung, Ferdinand kontert, bringt Kehrer an den Rand einer Schulterniederlage. Kehrer übernimmt erneut die Führung, beide Ringer liefern einen Kampf auf Spitzen-Niveau, und müssen nach viereinhalb Minuten höchster Spannung den Kräften Tribut zollen. Ferdinand mobilisierte in den letzten 20 Sekunden noch einmal all seine Reserven und es gelingt ihm, was in der Halle wahre Begeisterungsstürme auslöste: Zwei Sekunden vor Schluss holte er sich noch eine Wertung und gewinnt mit 12:11 Punkten.  Da geriet die anschließende Niederlage von Koray Cakici gegen einen bärenstarken Recep Topal, der im übrigen bislang in der Saison ungeschlagen ist,  zu einer akzeptablen Nebensache. Zumal auch Koray die Reihen der Mannschaft trotz einer Knieverletzung, mit der er hätte gar nicht starten sollen, schloss. Formell war gerade sein Start von großer Bedeutung, da die DRB-Bundesligarichtlinien  vorgeben, dass mindestens sechs Sportler im Besitz eines deutschen Passes sein müssen.

Die zweite Halbzeit eröffnete Arkadiusz Kulynycz in der Klasse bis 86 Kilogramm, griechisch-römisch.  Er hatte es mit Bogdan Eismont zu tun, der vor allem eins war: Defensiv. Lediglich eine Angriffsattacke setzte der Neckargartacher, wobei er sich selbst nur mit Mühe vor einer Schulterniederlage retten konnte. Mit robusten Methoden wollte er im weiteren Verlauf Kulynycz in Schach halten, doch der zeigte sich erbarmungslos, das Ergebnis von 16:2 Punkten spricht eine eigene Sprache.

Mühe hingegen hatte Wladimir Berenhardt gegen einen körperlich stärkeren Christian Fetzer. Doch Fetzer konnte seine Überlegenheit nur bedingt ausnutzen und lediglich zwei Mannschaftspunkte für Neckargartach einfahren. Leider musste sich Kubilay Cakici (80 Kilogramm, Freistil) ebenso der Stärke des spanischen Meisters Taimuraz Friev geschlagen geben. Cakicis zahlreiche Attacken konnte er für sich leider nicht in Punkte umsetzen.

Ohne Erwartungen seines Trainers startete Danilo Bauer gegen den international bekannten Zaur Efendiev und der Beginn verlief erwartungsgemäß, der ganze Kampf jedoch in eine völlig andere Richtung: Efendiev ging rasch in Führung, bis – ja, bis Bauer unter dem Jubel seiner Fans eine saubere Vierer-Wertung zog und nachsetzte. Efendievs Erfahrung bewahrte ihn selbst schließlich vor einer herben Enttäuschung, er fügte dem Mannschaftskonto der Gäste die letzten zwei Zähler zu.

Weil dann nämlich im letzten Kampf des Tages für die  Nackenheimer Zoltan Levai die Matte betrat: Der ungarische U23-Junioren-Europameister begeisterte in der Vergangenheit mit jedem Kampf durch spektakuläre Grifftechniken und einer Angriffslust, die ihn in bislang jedem Bundesliga-Kampf dieser Saison zum Sieger machten. Und er gestaltete den letzten Kampf zu einer Begegnung, zu der sein Gegner Fabian Fritz nur wenig beitrug. Nach fünf Minuten Kampfzeit freute und bedankte Levai sich mit einer akrobatischen Breakdance-Einlage für seinen furiosen Sieg.

Cengiz Cakici war mit seinen Jungs trotz der Niederlage zufrieden: „Wir wussten, dass es sehr schwer wird. Dann kamen noch die Absagen dazu. Doch unsere Gegner sind gewarnt: In eigener Halle haben wir mit unserem Publikum einen elften Mann im Team.“

Bericht von Ingrid Ferdinand

Bericht des SWR hier klicken! (bei 10:27)


Quelle: Liga-Datenbank

 

Von |05.10.2017 18:31|Bundesliga, Fotos, Ringen|0 Kommentare

RLP-Verbandsliga 29.9.2017

Klarer Sieg gegen den RSC Pirmasens Fehrbach, der leider drei Gewichtsklassen nicht mit Athleten besetzen konnte. So kamen nur fünf Kämpfe zustande bei denen Ahmed und Dean die jeweiligen Gegner klar im Griff hatten. Die spannendsten Paarungen gab es in den Gewichtsklassen 75kg und 80kg. Hier traf Ali Can auf Paul Ufelmann und Cihan auf Tobias Weber. Beide Kämpfe gingen über die vollen 6 Minuten, wobei sich die Nackenheimer Ringer letztendlich durchsetzen konnten.

Von |30.09.2017 13:54|Fotos, Rheinland-Pfalz Verbandsliga, Ringen|0 Kommentare
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